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Dienstag, 28. Juli 2015

Das Wollschaf fragt / Die verstrickte Dienstagsfrage ... im Juli

Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 31/2015 (28.07.2015)

Mangels Einreichung neuer Fragen und passend zum derzeitigen “welche-Jahreszeit-ist-das-eigentlich”-Wetter hat das Wollschaf eine Frage aus dem 2010er-Archiv ausgebuddelt:
Welches Wetter animiert Euch am ehesten zum Stricken? Bist Du eher “Regenstricker/in” oder “Sonnenstricker/in” – “Nebelstricker/in” oder “Sonnenuntergangsstricker/in”? Oder ist Dir das Wetter beim Stricken schnurzpiepegal?


Leider bin ich ja nicht so der Stricker. Leider. Denn bei all der schönen Wolle, die färbe und verspinne, kann ich ja absolut aus dem vollen schöpfen. Ich müsste auf keine Lieferung warten oder in die Stadt fahren, sondern kann aus umfangreichen Vorräten schöpfen oder schnell etwas passendes spinnen... warum tue ich das eigentlich nicht? Dabei bin ich immer so fasziniert, wenn ich sehe, was andere für tolle Sachen aus meiner Wolle stricken.
Die Lust aufs stricken ist weniger Jahreszeit- oder Helligkeitsabhängig, aber ich bin immer etwas grummelig, wenn ich etwas fertig habe und dann nicht fotografieren kann, weil es immer zu nass und dunkel (für draußen-Fotos) ist.

Dienstag, 30. Juni 2015

Das Wollschaf fragt / Die verstrickte Dienstagsfrage ... im Juni

Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 27/2015 (30.06.2015)

Achtest Du bei wildfremden Menschen auf Gestricktes und versuchst herauszufinden, ob die Sachen selbstgestrickt sind? Hast Du jemanden schon mal darauf angesprochen? Und wenn ja, wie hat derjenige reagiert?

Wenn man selbst strickt / häkelt / spinnt... hat man sicher schon etwas mehr ein Auge für Handarbeiten anderer. Für die beneidenswert schönen Strickteile mit üppigen Zopfmustern, feine Lacestrickereien, aufwändige Muster aus vielen Farben. Und ja, manchmal kann ich kaum anders, als ein Kompliment dazu zu machen.
Allerdings gibt es auch gibt es auch Strickstücke, bei denen man sich fragt: Muss das sein? Muss man sich so etwas umhängen? Hat die Trägerin so gar kein Gefühl für Form, Farbe und Material. Dann bin ich still und sage lieber gar nichts. Denn wer weiß, welche Geschichte vielleicht dahinter steckt.


Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 26/2015 (23.06.2015)

Für die meisten ist Selbstgestricktes Alltagskleidung, in der Freizeit getragen oder -je nach Dresscode- auch auf der Arbeit. Aber ab und zu findet man in Strickzeitschriften auch elegante, festliche Modelle und das eine oder andere gestrickte oder gehäkelte Brautkleid hat das Wollschaf auch schon gesehen. Kannst Du Dir vorstellen, zu einem formellen oder festlichen Anlaß oder einfach nur abends zum Ausgehen Stricksachen zu tragen? Besitzt Du besonders schicke, elegante selbstgestrickte Sachen? Zeig mal!


Natürlich kann Gestricktes mehr als nur alltagstauglich sein. Ich selbst habe einige schöne Strickkleider und eine tolle schwarz-weiße Strickjacke von Gerry Weber, die sehr elegant ist; sowohl im schnitt, wie auch im Material.

Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 25/2015 (16.06.2015)

Wer hat es nicht schon einmal erlebt: Brav eine Maschenprobe gestrickt und das fertige Strickstück passte später doch nicht: Welche Tipps habt ihr für eine exakte Maschenprobe?
Und an alle, die auf einem großen Stück grundsätzlich lockerer oder fester stricken als bei ihrer Maschenprobe: Wie handhabt ihr diese Abweichungen; was macht ihr, damit es zum Schluss trotzdem passt?


Oooooh ja, nur allzu gut kenne ich das. Und gerade bei meinem aktuellen Projekt, einem Pullover, ist mir das wieder passiert. Dabei habe ich brav die selben Nadeln benutzt, die Probe über Nacht liegen gelassen, mehr als nur 10x10cm gestrickt- und trotzdem war das Rückenteil zu schmal und ich musste es komplett aufribbeln.
In der Länge kann man ja Abweichungen oft noch ausgleichen und ein paar Reihen hinzumogeln; in der Weite hat man hingegen keine Chance. Da darf man immer noch mal auf "Start" zurück.

Maschenprobe 100% Bio-Merinowolle


Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 24/2015 (09.06.2015)

Gibt es bestimmte Materialien, die Du überhaupt nicht leiden kannst und höchst ungern bzw. gar nicht verstrickst? Wenn ja, welche und warum?

Grundsätzlichen Widerwillen habe ich gegen alles, was schon kratzt, wenn es durch die Finger läuft.
Meine aufmerksamen Leser schmunzeln bestimmt schon, wenn ich "Coburger Fuchsschaf" anspreche (eine Faser, die ich für Topfkratzer als geeignet ansehen würde).

Aber seltsamerweise finde ich auch reines Cashmere nicht wirklich toll. Sicher, es ist schmuseweich, doch schon beim spinnen lässt es sich mit Merino gemischt viel besser verarbeiten. Ich sehe dabei auch nicht nur das Garn an sich, sondern das gesamte Strickstück. Und das bleibt bei einer Fasermischung viel besser in Form.

Eine Mischung mit Leinen hingegen ist beim verspinnen wie auch stricken nicht das Nonplusultra, wenn man von tollen Garnen und Weichheit spricht; selbst dann, wenn Seide beigemischt ist. Aber das Strickstück hat eine wunderbare edle Farbe und tollen Griff.

Seit ich selbst Garne spinne, habe ich einen ganz anderen Bezug zu diesen natürlichen Materialien wie Wolle, Alpaka, Seide, Yak, Leinen, Kamel u.a. bekommen und sehe Kunstfasern lediglich als geeignete Beimischung, um meinen Garnen ein bisschen Glitzer zu verpassen oder für mehr Festigkeit und Strapazierfestigkeit zu sorgen. Reines Acryl oder ähnliches verstricke ich grundsätzlich nicht mehr.


100% Coburger Fuchsschaf80% Merino / 10% Leinen / 10% Tussahseide


Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 23/2015 (02.06.2015)

Nimmst Du Dein Strickzeug mit in den Urlaub? Wenn ja, lieber kleine handliche Projekte oder ein großes Projekt? Wo strickst Du? Auf der Fahrt, am Strand, im Hotel oder …? Hast Du vielleicht schon mal an einem besonders exotischen Ort gestrickt?

Stricken geht immer- und überall. Ich stricke auf der Couch und der Terrasse, im Auto und auf dem Schiff, am Strand und am Pool. Ich stricke, wenn ich im Restaurant aufs Essen warte und beim Arzt im Wartezimmer. Und meistens stricke ich dann Schals oder Filzhausschuhe; zurzeit aber am Pullover No. 01.




Dienstag, 26. Mai 2015

Das Wollschaf fragt / Die verstrickte Dienstagsfrage ... im Mai

Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 22/2015 (26.05.2015)

Was machst Du mit alten Stricknadeln, die Du nicht mehr benutzt? Für den Notfall aufheben, verschenken oder wegwerfen? Oder gar zweckentfremden – und wenn ja, in welcher Weise?

Ich habe mehrere Nadelspiele in verschiedenen Stärken, die auch regelmäßig genutzt werden; ebenso Rundstricknadeln oder Nadelspitzen, die ich mit verschieden langen Seilen kombinieren kann. Alle in einem Etui bzw. einer großen Box, paarweise sortiert.
Zum aussortieren gibt es eigentlich gar keine, denn glücklicherweise ging mir noch keine einzige kaputt und ob ich 5 oder 8 von einer Stärke habe... lieber zu viele als zu wenige!
Ich kaufe auch nur die Stärken die ich brauche; davon auch manche mehrfach (helles Holz für dunkle Wolle, dunkles Holz für helle Wolle, lange für Mützen, kurze für Handschuhe...) und so ist das glücklicherweise ein Problem, das ich nicht habe;-)


Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 21/2015 (19.05.2015)

Strickschrift oder das Muster reihenweise in Worten beschrieben – was ist Dir lieber und warum? Gibt es ggf. bestimmte Arten von Strickschriften, die Du bevorzugst? Was machst Du, wenn Dein Wunschmodell keine Strickschrift bzw. keine Beschreibung in Worten hat? Durchkämpfen, umändern oder ganz verzichten?

Ich bin ganz eindeutig ein Fan von Strick- und Häkelschriften. Die sind klein, ich kann sie kopieren und darin herummalen (wo ich gerade bin z.B.) und ich schaue ständig auf zusätzliche Anleitungen und Videos. Weil ich nämlich absolut kein Gedächtnis dafür habe, was man wie strickt. Außer rechts, links und Umschlag. Bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Videos sind deshalb besonders toll.
Beim Häkeln arbeite ich schon eher drauf los; etwa wenn ich Blüten häkle. Beim Stricken auch, und wenn ich (trotz Maschenproben) nicht das gewünschte Ergebnis erziele, dann wird der Pulli auch schnell mal wieder aufgeribbelt.


Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 20/2015 (12.05.2015)

Hast Du schon mal jemandem zuliebe etwas gestrickt oder gehäkelt, das Du selbst ganz scheußlich fandest? Was würdest Du auf gar keinen Fall stricken/häkeln?
 


Bisher hatte ich das Glück, dass ich so etwas noch nicht machen musste und das würde mir, ehrlich gesagt, auch sehr schwerfallen und ich hätte wohl nicht wirklich Lust auf eine solche Arbeit.
Es wäre ja schon traurig genug, wenn ich etwas stricke / häkle, das mir gefällt, aber dem Beschenkten leider nicht. Auch das ist schon vorgekommen. Ein hauchzarter Schal aus "Silkhair", der kratzte und zu mir zurückkam. Naja.
Oder damals, vor gefühlten 100 Jahren, als ich meiner Tochter ein gelbes Jäckchen strickte. Sie war noch soo klein und sah soo süß damit aus, aber Rebecca mochte diese Jacke nicht und zog und zerrte bei jeder Gelegenheit daran herum. Wenn die wüsste, in was wir damals gesteckt wurden, als wir klein waren... Gestrickte Hosen und Overalls aus Acryl, gestrickte Kleider und dergleichen. Und kein Gedanke an Merino oder Baumwolle.

Was aber gar nicht geht? Staubfänger. Also Klodeckelüberzüge oder dergleichen. Oder all die Sachen, die man dann nicht waschen kann.

Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 19/2015 (05.05.2015)

Eine gute Fee will Dir drei Wünsche erfüllen – egal was, die einzige Bedingung:
Die Wünsche müssen etwas mit stricken/häkeln zu tun haben.
Was wünscht Du Dir?


1. Dass meine Wolle im Schrank nachwächst und nie ausgeht.

2. Ich würde so gut stricken können / wollen, wie z.B. Anneli... Zöpfe und Rauten, Noppen und Patent, wundervolle Pullover, Strickjäckchen und Schals.

3. Wenn ich doch richtig gut häkeln könnte, ...dann bitte so wie z.B. Ute. Feinste Spitzenbordüren, niedliche Blüten, riesige Granny-Decken. Das wäre genau meins!

Dienstag, 28. April 2015

Das Wollschaf fragt / Die verstrickte Dienstagsfrage ... im April

Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 18/2015 (28.04.2015)

Von allen Jahreszeitenheften scheinen die Modelle in Sommerstrickheften stets die geringste Begeisterung hervorzurufen. Woran liegt es? Strickt Ihr allgemein weniger/keine Kleidungsstücke für den Sommer? Oder liegt es an den Modellen selbst? Tragt Ihr bei sommerlichen Temperaturen überhaupt Selbstgestricktes? Wenn ja, was und aus welchen Materialien?

Ich denke, dass traditionell das Stricken doch eher mit kuscheligen Pullis, Strickjacken, Schals und Mützen, Sofadecken und Filzhausschuhen assoziiert wird. Man strickt in der kalten Jahreszeit als Ersatz für Picknick, Gartenarbeit, Marmelade-Kochen, Strandbesuche und spazieren gehen, Rad fahren und Spielplatzbesuche.

Denn so bald es warm wird und die Sonne lacht, zieht es uns nach draußen; der Garten verlangt nach unseren fleißigen Händen, die Gartenmärkte nach unseren gefüllten Portemonnaies; wir sitzen vor den Cafés und in den Eisdielen und durchstöbern unsere Lieblingsgeschäfte nach neuer Sommergarderobe. Keiner denkt da ans stricken oder häkeln.

Erst, wenn die Terrasse bepflanzt, eine neue Tischdecke aufgelegt und das Lieblingsplätzchen dort mit einer duftenden Tasse Kaffee und frisch gebackenem Erdbeerkuchen vorbereitet ist, fällt uns wieder ein, dass wir die Hände ja nicht still halten können. Wo ist denn mein Strickzeug?

Und dann kann es schon mal passieren, dass (ich z.B.) bei herrlichstem Sonnenschein ein Winterschal, Mütze und ähnliches vom letzten Winter zu Ende gestrickt wird. Der nächste kommt ja bestimmt.
Erst seit dem letzten Jahr habe ich auch gezielt Sommerlich leichte und kühle Garne zu kaufen und auch ein paar Strickteile für den Sommer auf die Nadeln zu nehmen. Etwa für leichte Sommerschals aus Papier-/Leinen- oder Baumwollgarnen.


Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 17/2015 (21.04.2015)

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und die Motten schwärmen wieder aus: Schützt Du Deine Wollvorräte vor Motten? Wenn ja, wie?

Oh ja! Meine Kisten mit Kammzügen, Vliesen und handgesponnener Wolle duften dabe ganz besonders gut nach Lavendel.

Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 16/2015 (14.04.2015)

Stricksachen in Film und Fernsehen – achtest Du darauf? Hast Du Tipps für sehenswerte Filme oder Serien mit schönen Strickstücken? Gibt es bestimmte Sachen, die Dir besonders im Gedächtnis geblieben sind? Hast Du vielleicht sogar schon mal ein Modell aus einem Film nachgestrickt?

Bei mir sind das weniger Filme oder Serien, aber in Zeitungen und Zeitschriften fallen mir manchmal Modelle auf; auch in (teuren) Katalogen. Häufig z.B. bei Impressionen- und dann denke ich mir: den könntest Du Dir glatt mal selber stricken. Im Moment sind das Modelle wie diese hier:



Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 15/2015 (07.04.2015)

Nutzt Du Software für Dein Hobby, z.B. um Strickschriften zu erstellen oder um Anleitungen umzurechnen bzw. zu berechnen? Wenn ja, welche Programme benutzt Du und wofür verwendest Du sie? Gibt es Dinge, für die Du Dir eine Software wünschen würdest?


Ich stricke relativ wenig und nur einfache Teile; da geht es noch ohne große Technik. Nur, wenn ich z.B. geringelte Teile stricke, wie etwa Filzschuhe, dann ist es ganz hilfreich, in Excel die Streifen-/Reihenaufteilung auszuprobieren.

Dienstag, 31. März 2015

Das Wollschaf fragt / Die verstrickte Dienstagsfrage ... im März

Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 14/2015 (31.03.2015)

Angenommen Du hättest die Möglichkeit, einen “Strickmenschen” Deiner Wahl persönlich zu treffen (egal, ob bereits verstorben oder noch lebendig). Wen würdest Du wählen und warum?


Ganz schwierige Frage, denn es würde wohl daran scheitern, dass ich mich nicht entscheiden kann. Weil ja nicht einer besser stricken kann, als der andere, sondern jeder etwas spezielles besonders gut. Zopfmuster, Lacemuster, mehrfarbig, Socken, Handschuhe, Pullis, Maschinestricken... und beim Häkeln das Gleiche noch mal.
 


Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 13/2015 (24.03.2015)

“Ich stricke, also…” Führe den Satz fort mit dem ersten Gedanken, der Dir dabei in den Sinn kommt.
 


Also ich (ver)stricke am liebsten besondere Wolle. Besonders heißt für mich: extra weich, toll im Griff, ungewöhnliches Material, ausgefallene Färbung... Seit ich selbst spinne und färbe, habe ich zu Wolle einen ganz anderen Bezug gefunden. Dieser Glanz der Maulbeerseide, der matte Schimmer von Falklandwolle, das schwere Gestrick aus Wednesdaylwolle, der Flausch von Mohair und Angora, fluffiges Cashmere...

Ich stricke, also... bin ich kreativ, meistens geschickt, mehr oder weniger fleißig. ...also mache ich etwas aus meiner selbst gesponnenen Wolle, habe ich etwas zum anziehen, verschenken, weitergeben.


Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 12/2015 (17.03.2015)

Was war das netteste, originellste oder ungewöhnlichste Kompliment, dass Du für Deine gestrickten oder gehäkelten Sachen bekommen hast?

Ich glaube, das schönste Kompliment ist, wen jemand meine Wolle zu tollen Sachen verarbeitet oder meine Strickteile trägt.
Wie meine liebe Schwiegermutti und Freundin Ilona oder auch meine Tochter. Der durfte ich z.B. im letzten Winter eine Mütze stricken, die sie sogar trägt. Sie meinte, die Klassenkammeraden wollten gar nicht so recht glauben, dass sie selbstgestrickt ist. Was für eine Ehre!

 

Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 11/2015 (10.03.2015)

Da hat das Wollschaf doch glatt vergessen, dass heute schon wieder Dienstag ist…
Was es auf die Frage bringt: Hast Du schon mal Dein Strickzeug oder ein gestricktes Teil irgendwo vergessen oder verloren? Wenn ja, hast Du es wiederbekommen?

Zum Glück noch nicht! Obwohl mein Strickzeug immer mit auf Reisen geht, wenn längere Autofahrtenn anstehen.
 

Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 10/2015 (03.03.2015)

Jede Masche in Reih’ und Glied oder einfach mal Fünfe gerade sein lassen - wie perfektionistisch bist Du bei Deinen Stricksachen? Bist Du absolut penibel oder erlaubst Du Dir auch mal kleine Schlampigkeiten?

Mein dritter Vorname ist "perfekt" (der zweite ist Brit ;-) und ich kann Fehler ganz schlecht durchgehen lassen. Und schon gar nicht bei mir selbst. Das fällt mir auch immer wieder furchtbar auf die Füße, weil es vor allem natürlich enorm aufhält und Zeit kostet. Ich habe schon halbe Schals wieder aufgeribbelt und so manche Stunde vor mich hingebrabbelt, weil die Arbeit von Stunden umsonst war.
Wenn das Garn einen winzigen Fehler verträgt, weil er im Flausch des Mohairs und Musters verschwindet, kann ich das gerade noch durchgehen lassen. Aber bei glatten Garnen und in einen gut definierten Muster und Gestrick  kann ich Fehler nicht lassen. Manchmal kann man korrigieren- aber eben nicht immer.
Und es geht ja nicht nur um falsch gestrickte Maschen. Auch eine falsch gestrickte Nadelstärke oder eine unglückliche Kombination von Material und Muster sind Fehler, die ich nicht haben will.

Dienstag, 24. Februar 2015

Das Wollschaf fragt / Die verstrickte Dienstagsfrage ... im Februar

Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 9/2015 (24.02.2015)

Hat sich Dein Strickgeschmack im Laufe der Jahre hinsichtlich der verwendeten Garne, der bevorzugten Projekte und/oder der Art der Modelle verändert? Was hast Du früher ge- bzw. verstrickt, was strickst Du heute und worauf führst Du den Wandel - sofern es einen gibt - zurück?

Oh ja! Ich lege heute viel mehr Wert darauf, besondere Garne und Materialien zu verarbeiten, Material, Muster und Schnitt auf einander anzustimmen und an das Tragen und Pflegen schon im Voraus zu denken.
Besonders Internet, Webshops und verschiedene Blogs waren hier einflussgebend. Dabei sauge ich die Informationen, Bilder, Anregungen regelrecht auf; ich lasse mich inspirieren und kann vergleichen, aber auch Garne und Anleitungen kaufen, die ich in den ansässigen Geschäften nicht bekommen würde. Und nicht zuletzt kann ich mit selbst gefärbter und handgesponnener Wolle auch einmalige und ganz besondere Projekte realisieren.

Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 8/2015 (16.02.2015)

Was macht für Dich ein gutes Strickdesign aus?


Für mich ist es das Zusammenspiel verschiedener Dinge: eine Anleitung, die verständlich und nachvollziehbar ist. Ein Design, das frisch und modern wirkt. Eine gute Abstimmung von Material, Muster und Farbe. Tragbarkeit. Kosten für Material, Anleitung und Arbeitsmaterialien.
Was nützt das raffinierteste Spitzen-Lace-Tuch, wenn ich doch denke: Ja, meine Uroma hätte so etwas auch getragen. Oder ein Muster, dass im falschen Garn oder einer zu wilden, unruhigen Farbmischung untergeht? Eine Anleitung, bei der ich mehr Angst vor Fehlern habe, als Lust darauf, loszustricken? Oder eine Materialempfehlung, die mich mehr kostet, als ein Familien-Wochenend-Groß-Einkauf?

Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 7/2015 (09.02.2015)

Mein wunderschöner handgestrickter Pulli weist unschöne Tragespuren eines Gurtbandes auf. Sieht fast wie verfilzt aus. Die Wolle war so teuer (Seide und Alpaka). Wie bekomme ich diese Spuren raus? Kann ich einen Wollkamm gefahrlos verwenden oder wird er dadurch gänzlich ruiniert? Hat eine erfahrene Strickerin Rat?

Hmmm... gegen verfilzte Stellen hilft ein Wollkamm ja eigentlich nicht. Wobei ich die Dinger ohnehin nicht mag. Manchmal nehme ich einen Einweg-Rasierer, z.B. bei den gestrickfilzten Hausschuhen. Und wenn es nur ein bisschen Pilling ist, greife ich dann doch lieber zur ganz kleinen Schere und schneide die feinen Knötchen einzeln weg.

Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 6/2015 (02.02.2015)

Wie wichtig sind Dir beim Garnkauf Kriterien wie geprüfte Schadstofffreiheit, organisch, nachhaltige Herstellung, Fair Trade u.ä.? Achtest Du auf entsprechende Gütesiegel?

Schwieriges Thema. Es könnte ja so einfach sein, wenn immer das drin ist was drauf steht. Aber wenn ich so die Berichte über Apple und Ikea im Hinterkopf habe, dann klafft doch auch dort recht weit auseinander, was angegeben wird und wie es tatsächlich ist. Ist das denn bei Wolle anders?
Und was ist an mulesingfreier Wolle besser, wenn die Tiere trotzdem nicht artgerecht gehalten werden? Oder an pflanzengefärbter Wolle, wenn dafür giftige Pflanzen verwendet wurden? Wie gesagt: schwieriges Thema.

Ich färbe mit Säurefarben und versuche, nicht übermäßig die Umwelt zu belasten. Ich verwende die Beize mehrfach, zum spülen das Wasser aus unserer Regenwasserzisterne und ich verspinne inzwischen auch Bio-Merino. Ich achte auf mulesingfreie Wolle, sofern das angegeben wird.
Ökologisch korrekt wäre nur die Verwendung der Wolle von Schafen aus eigener Haltung, waschen mit Regenwasser und färben mit ungiftigen, hautfreundlichen Pflanzen. Und damit auch der Verzicht auf Mischungen mit Seide (die armen gekochten Raupen in ihren Kokons...), auf Mischungen mit Nylon (adieu ihr haltbaren Socken...), Lurex (kein Glitzer mehr auf dieser Welt) usw..  Denn was soll das mit Fair-Trade-Wolle aus Mexico, wenn der Transport so enorm die Umwelt schädigt...


 

Dienstag, 30. Dezember 2014

Das Wollschaf fragt / Die verstrickte Dienstagsfrage ... im Dezember

Die verstrickte Dienstagsfrage 48/2014 – 02.12.2014

Ich habe einen Traum. Seit Jahren schon. Ich möchte mir einen Fair Isle-Pullover mit Steeks und allem drum und dran stricken. Das zweifädige Stricken ist dabei kein Problem, wohl aber ein Schnitt, die Anfertigung des Mustersatzes, die Steek-Technik und bestimmt auch andere Dinge, von denen ich noch gar nichts weiß. Meine Frage geht an erfahrene Fair Isle-Strickerinnen: was empfehlt ihr mir an Studierunterlagen? Gibt es Bücher in Deutsch? Ich suche außerdem ein PC-Programm in dem man Farbmuster erstellen bzw. bearbeiten kann. Gibt es so etwas überhaupt?

An dieser Stelle muss ich mich wieder als Anfänger outen; ich kann überhaupt nicht mit 2 oder mehreren Farben gleichzeitig stricken. Es hat mir nie jemand beigebracht und mich allein daran zu versuchen... da gibt es viele Dinge, die ich deutlich lieber einmal ausprobieren möchte. 

Die verstrickte Dienstagsfrage 49/2014 – 09.12.2014

Weihnachten steht vor der Tür - wünscht Du Dir etwas aus dem Handarbeitsbereich? Und wenn ja, was? Wissen die Menschen, die Dich beschenken wollen, was Dir gefallen würde oder musst Du einen Wunschzettel mit genauen Angaben schreiben?

Oh ja..., ich wünsche mir das hier:

den HERO von WOOLMAKERS


Informationen: Der Hero besteht aus geklebter laminierter Birke, überlagert mit weißen HPL auf beiden Seiten.

Belag-Größe: 83 x 10 cm (32,5 x 4")
Gewicht: 4,4 kg (9,7 lb)
Cardierbelag: 72 Zähne/Quadrat-Zoll
Zahnlänge: 13 mm (1/2")
Übersetzungsverhältnis: 3.8:1
Oberfläche Geschwindigkeitsverhältnis: 12:1
Reinigungs-Nadel, Reinigungs-Bürste und Befestigungs-Schrauben
sind enthalten

Und damit das auch klappt und ich dann nicht heulend unterm Tannenbaum sitze (wir erinnern uns an zu kleine Unterwäsche in der falschen Farbe, nie geschenkte rote Schuhe, Bikinis ohne Höschen, falsche Parfüms trotz des Hinweisen "M., bitte das Herve legere - OHNE Rose"...) und da gestern verdächtig schnell ein riesiges Paket an mir vorbeigeschleust wurde, stehen die Chancen in diesem Jahr recht gut.

Die verstrickte Dienstagsfrage 50/2014 – 16.12.2014

Stricken ist toll und macht riesig viel Spaß. Aber mal ganz ehrlich: Es gibt auch beim Stricken einiges, was wir nicht leiden können, oder? Was mögt Ihr überhaupt nicht, was nervt Euch, was findet Ihr ganz schrecklich?

Ooohhh, da gibt es so einiges...

Wenn im fertig gekauften Garn viele Knoten sind, wenn im gekauften handgesponnenen Garn zu dicke und zu dünne Stellen, zu viel oder zu wenig Drall ist, so dass ich Löcher und Verdickungen im Strickstück habe. Mich nerven Anleitungen, bei denen nicht an Strickanfänger gedacht wird, die nicht alle Fachbegriffe kennen und können. Schlimm sind auch nicht enden wollende Projekte oder Zeitdruck beim stricken, weil z.B. ein Geschenk fertig werden muss.

Nachtrag: Ich vernähe nicht gern Fäden, Ü B E R H A U P T   N I C H T  gerne, um genau zu sein.

Die verstrickte Dienstagsfrage 51/2014 – 23.12.2014

Heute möchte das neugierige Wollschaf gerne wissen, ob Ihr Hamster oder Puristen seid. Hast Du einen Wollvorrat oder kaufst Du nur projektbezogen? Schöpfst Du gerne aus dem vollen oder belasten Dich größere Vorräte eher?

Ich bin ein Hamster. Das kann ich nicht schönreden und meine Vorräte lassen sich (schon längst) nicht mehr verstecken. Aber wir haben einen neuen Vorratsschrank, ich habe außerdem den (Wollvorrats-)Schrank in meinem Zimmer umsortiert.

Die verstrickte Dienstagsfrage 52/2014 – 30.12.2014

Das Jahr nähert sich seinem Ende – Zeit für gute Neujahrsvorsätze. Oder auch nicht ;-)
Hattest Du in den vergangenen Jahren welche? Und hast Du sie eingehalten? Hast Du Strickvorsätze für das neue Jahr?

Im vergangenen Jahr habe ich nur einen Teil meiner Vorsätze realisiert / realisieren können, aber ich habe auch einiges erreicht bzw. habe ich einiges geschafft, das gar nicht geplant war..

Gerade einmal 6 Wochen zuvor hatte ich einen neuen Job bekommen und habe damit eine der größten Veränderungen der letzten Jahre erfahren. Menschen, die mich fordern, aber auch fördern, die mit mir arbeiten und mich nicht nur einfach für sich arbeiten lassen. Ich gehe endlich wieder gern auf Arbeit- egal, wie anstrengend der Tag wird; ich suche Lösungen für kniffelige Aufgaben, ich freue mich auf meine netten Kollegen und habe einen guten Chef. Über mein sonniges Büro freue ich mich und über den kurzen Arbeitsweg.

Das Haus hat einen neuen Anstrich bekommen und der Saunaraum ist seit einigen Wochen fertig. Die Küchenterrasse ist abgerissen und viele Kubikmeter Erde sind bewegt- auch wenn der Garten nun eher einem Schlammfeld ähnelt.

Ich habe gelernt, Wolle zu kardieren, färben und zu spinnen; ich stricke auch wieder mehr.

Und ich habe im vergangenen Jahr mit diesem Blog begonnen- der mir viel Freude schenkt und durch den ich tolle Menschen kennenlerne. Ich lese und erfahre bei anderen Bloggern so viele interessante Dinge, Neues und Berührendes, Lustiges und Trauriges. Die ganze Bandbreite des Lebens eben.

Mittwoch, 26. November 2014

Das Wollschaf fragt / Die verstrickte Dienstagsfrage ... im November

Die verstrickte Dienstagsfrage 44/2014 – 04.11.2014

Die dunkle Jahreszeit hat begonnen - wie beleuchtest Du Deinen Strickplatz?

Mein abendlicher Platz auf der Couch wird nicht ausschließlich zum stricken genutzt, sondern wechselweise tausche ich die Nadeln gegen das Spinnrad. Es fällt mir nämlich ausgesprochen schwer, meine Hände still zu halten und deshalb passiert das eigentlich so gut wie nie.
Da ich zum spinnen das Licht an einer anderen Stelle brauche, als zum stricken, leistet mir eine schlichte stabförmige Leuchte beste Dienste, die ich nach hinten oder zur Seite schwenken kann und zudem dimmen.
Jetzt im Herbst und Winter kommen noch der diffuse Schein unseres Kamins und vieler Kerzen dazu, die natürlich weniger für Helligkeit, als für eine wohlige Stimmung sorgen.

Die verstrickte Dienstagsfrage 45/2014 – 11.11.2014

Mit welcher Wolle habt ihr Stricken gelernt oder wiederentdeckt? Welche Wolle verstrickt ihr am liebsten? Hat es sich verändert, mit welcher Wolle ihr gerne strickt oder gibt es Garne, die ihr früher in rauen Mengen verarbeitet habt und nun könnt ihr nix mehr damit anfangen? Gibt es Wolle, die euch nicht ins Haus kommt?

Angefangen hat alles (vor gefühlten 100 Jahren) in der Schulzeit und ganz bewusst kann ich mich an einen altrosafarbenen Pullover mit V-Ausschnitt, Zopf- und Lochmuster erinnern. Er war bestimmt aus Acryl- was hat mich auch damals das Material interessiert...

Dann war viele Jahre lang kein Nadelklappern zu hören, bis ich vor ca. 1 Jahr die Lana Grossa Silkhair entdeckte. Die ersten Schals nach langer Zeit alle aus dieser Wolle und nach dem gleichen einfachen Lochmuster.

Dann kam die Phase der Noro-Wolle. Ich fand sie sooo toll- diese leuchtenden Farben in wildem Mix und die griffige, einfach etwas andere Struktur der Garne. Ließen sich oft nicht so schnell und gut verstricken, aber das interessiert nicht; sie waren interessant, bis ich Ito entdeckte.

Wieder etwas ganz anderes. Papiergarn. Bourettseide. Umzwirnter Edelstahl. Am liebsten hätte ich jeden Tag etwas neues angestrickt- ich war mal wieder total verliebt.

Und dann, ich glaube es war im Juni diesen Jahres, entdeckte ich auf ebay die erste handgesponnene Wolle. Was für eine neue, farbenfrohe, kuschelweiche Welt! Nicht ganz so glücklich war ich darüber, dass die auf den Fotos abgebildete Wolle meistens viel gleichmäßiger aussah als die, die ich dann verstrickte. Wenn das so gewollt ist- okay, aber ich persönlich bin kein Fan von Wolle mit einzelnen super-dicken und - dünnen Stellen mit zu viel oder zu wenig Drall.

Tja, und von da an war ich infiziert und spinne nun, nach 4 Monaten schon ganz passabel meine eigene Wolle, die ich oft auch selbst färbe und hoffentlich finde ich bald die Zeit, sie viel öfter selbst zu verstricken.

Ich bin nur so gar nicht der Fan von reinen Kunstfasern, Pompon- und Fransengarnen, Glitzerfäden und ArtYarns. Was ich noch immer kaufe, sind Filzwolle, Baumwoll- und Papiergarne, luftiges Kidmohair und Bourettseide mit hoher Lauflänge.

Die verstrickte Dienstagsfrage 46/2014 – 18.11.2014

KALs/CAls (knit-along/crochet-along) erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Insbesondere für Designer sind solche Aktionen ein probates Mittel, um sich und ihre Anleitungen publik zu machen. Hast Du schon mal an einem oder auch mehreren KALs oder CALs teilgenommen? Wenn ja, welche Gründe haben Dich dazu bewogen? Wer hat den KAL/CAL initiiert? Worin siehst Du für Dich persönlich den Nutzen, ein Modell Gleichzeitig mit anderen Menschen zu stricken/häkeln? Hast Du eventuell auch schon einmal negative Erfahrungen bei einem KAL/CAL gemacht? Falls Du noch an keinem KAL/CAL teilgemommen hast: Warum nicht?

Nöö... das ist so gar nicht mein Ding. Ich bin kein Herdentier, ich mache nicht, was andere machen und schon gar nicht Handarbeiten, bei denen andere das zur gleichen Zeit viel schneller und viel schöner machen. Und dann vielleicht noch Sachen, bei denen ich vorher nicht weiß, was dabei herauskommen soll? Viel zu schade um meine Zeit und das Material.

Die verstrickte Dienstagsfrage 47/2014 – 25.11.2014

Liebes Wollschaf, ich habe da mal eine Frage: Ich habe letztens einem heißgeliebtem Pullover ein neues Bündchen anstricken müssen. Dabei habe ich festgestellt, dass ich heute ganz anders stricke als zu der Zeit, als ich den betreffenden Pullover nadelte, nämlich deutlich fester. Kennt Ihr das auch?

Ich stricke lieber etwas zu fest, als zu locker und wähle auch lieber etwas dünnere Nadeln. Seit ich Bambusnadeln für mich entdeckt habe. Die sind etwas biegsam und das festere stricken damit strengt meine Hände deutlich weniger an.  






Mittwoch, 29. Oktober 2014

Das Wollschaf fragt / Die verstrickte Dienstagsfrage ... im Oktober

Die verstrickte Dienstagsfrage 43/2014 – 28.10.2014

Nutzt Du auf Deinem Smartphone oder Tablet Strick-Apps? Wenn ja, welche und warum, welchen Nutzen haben sie für Dich?

Ich oute mich: In Hinsicht auf moderne Handys, Tablets und Apps hinke ich völlig der Zeit hinterher und meine Uhr tickt unendlich langsam. Nicht, dass ich mich grundsätzlich dagegen sperre- aber ich habe ein uraltes Handy ohne Apps, Internetzugang und sonstiges, das mir völlig ausreicht. Aber ich liebe mein neues Laptop mit dem riiieeesigen Display und nutze Internet, Mails und dergleichen sehr rege. Ich möchte einfach nicht mit gesenktem Kopf durch die Straßen torkeln oder bei einem Café-Besuch, beim Einkaufen, lesen, stricken oder sonstigem hektisch in meiner Handtasche nach meinem dauer-piepsenden und - klingelnden Handy suchen.

Die verstrickte Dienstagsfrage 42/2014 – 21.10.2014

Derzeit erweitere ich immer wieder meine Büchersammlung zum Thema Stricken. Daher interessiert es mich, was eure Bibliothek bisher so beinhaltet. Sind es Musterbücher, Grundlagenbücher, Bücher zu bestimmten Themen wie Socken oder Oberteilen? Sind die Bücher in eurer Muttersprache geschrieben oder nutzt ihr auch andere Sprachen, um eure Erkenntnisse zu erweitern? Habt ihr schon Muster aus den Büchern nachgestrickt, oder war es nur ein Spontankauf und die Bilder sind toll anzusehen? Wie umfangreich ist eure Büchersammlung zu diesem Thema? Müsst ihr die Bücher in den Händen halten können oder habt ihr auch Ebooks? Dann hätte ich noch eine Frage: Habt ihr Zeitschriften-Abos zum Thema Stricken? Sind dies Offline- oder Online-Abos? Oder kauft ihr regelmäßig Strickzeitschriften?  Welche Zeitschriften habt ihr? Gibt es welche, die euch enttäuscht haben?

Ganz einsam liegt ein einziges englisches Noro-Häkelbuch in meinem Zeitschriften-Korb; daneben jedoch einige ganz unterschiedliche Zeitschriften. Meistens spontan gekauft, weil ich genau dieses eine Muster unbedingt ausprobieren wollte- stets ein sehr einfaches, da ich komplizierte Musterraporte über viele Reihen viel zu anstrengend finde. Zweifelsohne sehen die wundervoll aus und ich bewundere jeden, der das kann und die Geduld dazu hat. Ich kann und will es aber nicht. Gelegentlich sehe ich mir auch meine vielen gesammelten PDF-Dateien an und denke dann immer: Ja richtig, das wolltest Du ja auch mal nacharbeiten... Vielleicht schaffe ich das, wenn ich in 20 Jahren in Rente gehe.

Die verstrickte Dienstagsfrage 41/2014 – 14.10.2014

Das Wollsch(l)af hat verschlafen :-( Passend dazu die heutige Diensschlafs…ähhh…tagsfrage: Bist Du schon mal während des Strickens eingeschlafen? Was machst Du, wenn Du müde bist, aber trotzdem noch stricken möchtest?

Der Gedanke liegt gar nicht so fern, da ich ein typischer Bis-in-die-Nacht-Stricker bin. Ich stricke ja sogar nachts als Beifahrer im Auto, wenn es stockdunkel ist. Das sind dann Filzschuhe, bei denen man ja nichts falsch machen kann. Neueste Anschaffung ist allerdings eine biegsame schmale LED-Leuchte mit USB-Anschluss fürs Auto. Hat mein allerliebster Ehemann genehmigt und für gut befunden. Aber abends auf dem Sofa scheint mein Körper in einen Funktions-Modus zu schalten, dass ich stricken kann, bis mir die Finger wehtun. Dann gebe ich Ruhe und gehe ins Bett; Mitternacht ist dann oft schon vorbei.

Die verstrickte Dienstagsfrage 40/2014 – 07.10.2014

Wieder einmal beschwört ein abwertender Artikel über handarbeitende Frauen einen Shitstorm in Netz herauf. Was denkst Du? Warum fühlen sich so viele Frauen sofort angegriffen und gehen in den Verteidigungsmodus, sobald jemand abwertend über Handarbeiten schreibt? Mangelt es der handarbeitenden Frauenwelt vielleicht einfach nur an dem Selbstbewusstsein, über solches Geschreibsel mit einem milden Lächeln hinwegzusehen?

Ich denke, viele fühlen sich deshalb so persönlich angegriffen weil hier deutlich wird: hier schreibt keine gute Journalistin, sondern eine Frau, die das nicht kann, was sie verurteilt. Sie spricht nicht etwa ein Thema an, beleuchtet es von mehreren Seiten, hinterfragt oder gibt gar im Austausch mit anderen die Möglichkeit, sich mit ihr und diesem Thema auseinanderzusetzen. Sie lässt ihre Abwertung und Missbilligung im Raum stehen- und das ist kein guter Journalismus. Anders könnte man das sehen, wenn dort eine Managerin und Karrierefrau schreiben würde und man könnte schmunzelnd sagen: die weiß ja gar nicht, wovon sie schreibt.

Ich fühle mich verletzt, unverstanden und ganz tief in eine Schublade gedrückt. Ich sitze allabendlich- und wann immer es geht- vor meinem Spinnrad, häkle, stricke, filze. Ich backe Cookies, koche Marmelade und nähe Patchworkdecken. Weil es mein Ausgleich zu einem anstrengenden Bürojob ist. Niemand schätzt mich dabei als Vorzeigemami mit Töchterchen, Biogarten und Ökotick ein, denn ich trage Bussineßkleidung, kaufe bei Edeka und habe perfekt manikürte Nägel. Und es fiele mir im Traum nicht ein, Leute mit selbstgemachten Dingen zu beschenken, die sie nicht brauchen. Dafür kann man vorher nach Vorlieben und Wünschen fragen oder es auch ganz bleiben lassen. In meiner Verwandtschaft macht fast niemand Handarbeiten- und man trägt meine Filzhausschuhe, Mohairschals und Handschuhe gerne, liebt mein Gebäck und genießt die besondere Zuwendung. Und das schon ein Leben lang- und nicht seit irgendeiner Do-it-yourself-Welle. Wer so schreibt, konnte wohl noch nie Freude über eigener Hände Arbeit empfinden.

Dienstag, 30. September 2014

Das Wollschaf fragt / Die verstrickte Dienstagsfrage ... im September

Die verstrickte Dienstagsfrage 39/2014 – 30.09.2014

Hattest Du schon mal eine Phase akuter Strickunlust? Wenn ja, was hast Du dagegen unternommen? Oder hast Du einfach abgewartet, bis die Phase vorüber war? Wie lange hat die Phase angedauert? Was hast Du in dieser Zeit stattdessen gemacht? Gibt es Gründe, woran es gelegen haben könnte?

Eigentlich habe ich nie generelle Strickunlust; vielmehr arbeite ich nicht gerne an ewig dauernden Projekten. Etwas Neues fange ich dagegen nur allzu gerne an. Besonders dann, wenn ich ein tolles Garn dafür habe. Das sehe ich dann einfach zu gerne auch verstrickt. Momentan stricke ich auch nur sehr wenig, da mir das Spinnen mehr Spaß macht und mehr entspannt.

Die verstrickte Dienstagsfrage 38/2014 – 23.09.2014

Heute ist Herbstanfang, die Tage werden kürzer und kälter und wer nicht sowieso schon ganzjährig die Nadeln schwingt, bekommt jetzt richtig Lust auf’s Stricken. Was sind Deine Herbst-Strickpläne, welche Projekte stehen in den nächsten Wochen und Monaten auf Deiner to-do-Liste? Oder lässt Du Dich einfach treiben und strickst, was Dir gerade über den Weg läuft?

Bei mir stehen (notwendigerweise) vor allem meine „unvollendeten Projekte“ auf der Liste ganz oben. Vor allem die angestrickten Schals. Aber zu allererst die Handschuhe für Kami, Handschuhe für mich, zwei Paar Babyschuhchen für einen Kollegen… und dann die geplanten Weihnachtsgeschenke. Wer etwas handgemachtes bekommt- und was. Im letzten Jahr wurden die Meisten mit gestrickfilzten Hausschuhen und feinen Mohairschals beglückt; in diesem Jahr kann ich ja zu handgesponnener Wolle greifen.

Die verstrickte Dienstagsfrage 36/2014 – 02.09.2014

Hi liebes Wollschaf! Beim Häkeln in Runden, mit Kettmasche in die erste Masche der Vorrunde, habe ich immer das Problem, dass die Naht ganz schief wird. Egal ob ich die Luftmasche als erste Masche zähle und erst in der zweiten Masche beginne, oder ob ich gleich neben der Luftmasche in der ersten Masche beginne, die Naht wird immer schief. Vielleicht weiß jemand Rat?

Wie jeder, der häkelt, kenne auch ich dieses Problem. Und irgendwo in den Tiefen abgespeicherter Unterlagen finde ich bestimmt auch die Lösung. Gehört eben zu den vielen Dingen, die man sieht und sich sagt: Irgendwann brauchst Du das mal- also erst einmal abspeichern.

Sonntag, 31. August 2014

Das Wollschaf fragt / Die verstrickte Dienstagsfrage ... im August

Die verstrickte Dienstagsfrage 35/2014 – 26.08.2014

Wie plant Ihr ein neues Projekt, wie geht Ihr vor? Welche Vorarbeiten macht Ihr, bevor Ihr ein Teil wirklich anfangt zu stricken?

Hier bin ich, die sonst so akkurat und eine Buchhalternatur ist, oft völlig konfus. Ich sehe ein tolles Garn, bestelle, und so bald ich es in Händen halte, will ich anfangen. Meist müssen die altbekannten (einfachen) Muster herhalten; manchmal erinnere ich mich auch an die vielen Strickzeitschriften, aus denen ich mindestens ein Muster irgendwann einmal stricken wollte und die ich deshalb unbedingt haben musste. Gelegentlich - ich denke gerade an meine ersten Fäustlinge – schaue ich mir auch die Elizzza-Videos auf youtube an. Die haben ja fast schon eine Geling-Garantie.

Die verstrickte Dienstagsfrage 34/2014 – 18.08.2014

Wieviel Wolle braucht der Mensch?

Eine Frage, die herrlich viele Antworten haben kann. Die Vernünftige würde sagen: genau die berechnete Menge für das aktuelle Projekt, die Kreative: schwärmt mit leuchtenden Augen: Oh, dieses tolle Papiergarn, und dieses aus umsponnenem Edelstahl… und hier diese Mischung aus feinster Merinowolle und Babykamel- ich muss die einfach habe und mir fällt dann schon etwas ein, was ich daraus machen kann. Die Berechnende meint: wenn ich mehr bestelle bekomme ich eine versandkostenfreie Lieferung und Skonto und die Fleißige: ich stricke noch sooo viele Pullis, Mützen, Socken und Tücher dass ich nie genug im Haus haben kann.

Ich persönlich liebe den Blick auf meine wohlsortierten Schachteln mit Wolle. Filzwolle in allen Farben; die Reste zu niedlichen Knäulen gewickelt. Feines Mohair und Merinowolle für luftige Schals, leuchtend bunte Noro-Garne und Besonderes von Ito aus Bourettseide, Papier und mit besonderer Optik.

Und natürlich meine Kammzüge und Handgesponnenes. Naturfarbenes vom Gotland, - Falkland- und Jakobsschaf, feine Mischungen mit Alpaka, Yak und Seide. Handgefärbte und selbst kardierte Wolle… Ich liebe diesen Fundus und die Möglichkeit, ganz spontan etwas ausprobieren und anstricken zu können.

Die verstrickte Dienstagsfrage 33/2014 – 12.08.2014

Ich habe eine Frage an alle Sockenstrickerinnen und -trägerinnen: Was tut Ihr, wenn die Schublade eurer gestrickten Fußwärmer rappelvoll ist, Ihr aber schon neue Socken gefertigt habt und behalten möchtet (weil die ja sooo schön sind)? Sortiert ihr aus und fällt euch das leicht? Erweitert ihr die Lagermöglichkeiten oder gibt es für euch noch eine andere Lösung?

Socken kann ich leider noch nicht stricken... aber auch das nehme ich irgendwann in Angriff.

Die verstrickte Dienstagsfrage 32/2014 – 05.08.2014

“Selbstgestrickte Sachen brauchen nicht perfekt zu sein, es ist schließlich Handarbeit” – stimmst Du dieser Aussage zu?

Nein, ich stimme nicht zu. Ich ribble lieber die Arbeit der letzten Stunde auf und stricke neu, als immer wieder diese eine falsche Masche zu sehen. Und es betrifft nicht nur das Stricken, sondern alle meine selbstgemachten Sachen und auch, die Art, wie ich sie präsentiere. Ich gestalte Banderolen und stanze Etiketten für meine Wolle, die mit einem passenden Faden befestigt werden. Wenn ich ein Päckchen zusammenstelle, hat das Seidenpapier die gleiche Farbe wie die Schleifenbänder an den Zellophantüten. Ich überlege genau, welches Motiv meine Geburtstagskarten haben und welche Farbe und Material ich für gestrickte Geschenke nehme. Liebevolle Handarbeit- das ist doch nicht nur so dahingesagt. Die kleinen Details machen doch das Besondere aus...

Freitag, 1. August 2014

Das Wollschaf fragt / Die verstrickte Dienstagsfrage ... im Juli

Die verstrickte Dienstagsfrage 30/2014 – 22.07.2014

Habt Ihr ein oder mehrere Lieblings-Strickbücher? Wenn ja, welche(s)? Aus welchem Buch habt Ihr bisher die meisten Modelle nachgestrickt? Welches Buch in Eurer Strickbibliothek hat Euch bisher den meisten Nutzen gebracht und warum?

Bei mir sind das eher Zeitschriften, die ich kaufe, weil da DAS EINE MUSTER drin ist, das ich unbedingt und irgendwann einmal nachstricken will. Habe ich bisher zwar fast noch nie gemacht, aber das kann ja noch werden...

Die verstrickte Dienstagsfrage 29/2014 – 15.07.2014


Hallo liebes Wollschaf, in letzter Zeit fällt mir vor allem bei Ravelry immer mehr auf, dass bei der Verarbeitung von handgefärbter Wolle die Farbunterschiede nicht mehr “verstrickt” werden. Soll heißen, es wird mehr oder weniger bewusst ein streifiges Kleidungsstück produziert, weil Stränge einzeln nacheinander und nicht gemeinsam (alternierend) verstrickt werden. Sicherlich ließe sich dadurch ein interessanter Effekt erzielen, aber in der Regel ergibt es ein unschönes “Muster”. Wie siehst du das? Geht der Trend zum “Nothing but Stripes”? (was ein Wortspiel) Wird auf die Ausarbeitung bzw. das Erscheinungsbild immer weniger Wert gelegt? Welche Methoden kennst du, um mit zwei (oder mehr) Strängen in Reihen und Runden zu stricken? Sofern du eh schon abwechselnd mit mehreren Strängen strickst, machst du das bewusst nur bei sichtbaren Farbunterschieden oder vorsichtshalber immer?

Für einige meiner Strickprojekte färbe und / oder spinne ich mir ja meine Wolle selbst. Und hier plane ich schon die ausreichende Menge ein. Ehrlich gesagt: Hier hatte ich noch nie zu wenig. Bei zwei Mohairschals habe ich noch einmal gekaufte Wolle nachbestellt, was aber unproblematisch war.

Vielleicht liegt die Ursache auch darin, dass früher – ich denke jetzt an meine Oma und Uroma- diese Techniken zum Farbwechsel / Farbübergang eher vermittelt und gelehrt wurden. Heute kennt man doch gar nichts anderes mehr als: Neues Knäul (mit anderer Farbe? Einfach anknoten und weiterstricken. Alle reden von Farbverlaufsgarn, aber doch niemand davon, wie man mit zwei verschiedenen Garnen einen Farbverlauf stricken kann.

Die verstrickte Dienstagsfrage 28/2014 – 08.07.2014

Hattet Ihr in Zusammenhang mit Eurem Hobby schon mal ein negatives Erlebnis? Musstet Ihr Euch vielleicht dumme Sprüche oder abfällige Bemerkungen anhören? Oder hattet Ihr schon mal Streit mit dem Partner wegen Eurer Wollkäufe oder weil Ihr Euch mehr mit dem Strickzeug als mit ihm beschäftigt? Wart Ihr womöglich in einen Zickenkrieg unter Wollweibern verwickelt? Habt Ihr eventuell sogar schon Verletzungen oder andere negative gesundheitliche Folgen -verursacht durch Euer Hobby- erleiden müssen? Und wenn ja, wie seid Ihr mit der Situation umgegangen?

Negative Erlebnisse hatte ich noch nicht; vielleicht auch aus dem Grund, dass ich ja nicht bei jeder Gelegenheit und an jedem Ort in der Öffentlichkeit stricke. Außer Haus noch am ehesten im Auto oder mal im Urlaub. Bei Verwandten und Bekannten, die ich mit Selbstgemachtem (handgesponnene Wolle, gestricktes und gehäkeltes, gefilztes, aber auch Cookies und Pfefferkuchen, Marmeladen, getrocknete Gemüse und Pilze, Pflanzen für Tees u. a.) kommen meine liebevollen Geschenke stets sehr gut an und natürlich umso mehr, wenn man weiß, was sich jemand wünscht.

Etwas brenzliger wir die Situation, wenn ich meine Lieben wegen meiner Handarbeiten allzu sehr vernachlässige, der Haushalt auch mal liegen bleibt und ich überlegen muss, wo ich meine Vorräte an Wolle und Co. am unauffälligsten verstaue.
Meister Lampe, mein allerliebster Ehemann, hat mir ja ein wunderschönes eigenes Zimmer genehmigt (in dem ich aber nie sitze und spinne oder stricke) und einen niedlichen kleinen Hauswirtschaftraum. Hier kann ich nach Herzenslust kardieren, an meinem Wollwickler kurbeln, Etiketten für meine Wollstränge stanzen und nach Herzenslust meine Kreativität ausleben.