Im ersten Zug habe ich beige Brazilwolle gefärbt, im zweiten Zug weiße Merinowolle. Die Färbungen auf beiger oder hellgrauer Wolle ergibt immer etwas sanftere Farben und das mag ich total gerne.
Ich habe Blauholzextrakt verwendet, was das aufwändige auskochen der Späne und somit viel Zeit spart.
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Der Blutholzbaum
(Haematoxylum campechianum), auch Blauholzbaum oder Campechebaum genannt, ist
eine Pflanzenart, die zur Unterfamilie der Johannisbrotgewächse
(Caesalpinioideae) gehört. Er ist in Zentralamerika und dem nördlichen Teile
von Südamerika sowie auf Karibischen Inseln heimisch. Er liefert das Blauholz,
das wichtigste von allen Farbhölzern. Der Blutholzbaum wächst als immergrüner Baum
oder Strauch mit Wuchshöhen von 3 bis 10 Meter. Er besitzt ein rotes Kernholz,
daher der botanische Gattungsname und der deutsche Trivialname Blutholzbaum.
Das Holz riecht etwas nach Veilchen, die Borke ist hellgrau. Der das
Färbevermögen bedingende Stoff des Blauholzes ist das Hämatoxylin; es bildet im
reinsten Zustand fast farblose Kristalle, die aber an der Luft bald rötlich
werden und schließlich in den eigentlichen Farbstoff, das Hämatein übergehen. Im
frisch geraspelten Blauholz ist dieser Farbstoff nur in geringer Menge
entwickelt; man lässt es deshalb an der Luft fermentieren. Blauholz kann zum
Färben von Wolle, Baumwolle, Leinen und Seide verwendet werden. Je nach
zugesetztem Salz erhält man verschiedene Farbtöne: Alaun ergibt blau, Zinn
violett und Kupfer, Chrom und Eisen ergeben schwarze Farbtöne. Schwarz gefärbte
Stoffe sind sehr lichtecht. Auch zum Färben von Leder, Papier, Federn, Holz und
anderen natürlichen Stoffen werden Blauholzextrakte eingesetzt. 


