Sonntag, 11. September 2016

Pflanzenfärben... mit Krapp (5)

Ich habe für meine Färbung zu Pulver gemahlenes Krapp verwendet und beigefarbene Brazilwolle bzw. weiße Merino eingefärbt.

Das geht ganz wunderbar und es bleiben keine Pflanzenteilchen in der Wolle hängen. Ich weiß, dass man mit verschiedenen Beizen und Temperaturen die Farbe beeinflussen kann,... Allerdings ist diese ziegelrote bis braune Farbe nicht so mein Ding und so landet diese Färbung wohl eher unter der Rubrik "ausprobiert und nicht noch einmal nachgemacht".





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Der Färberkrapp (Rubia tinctorum), auch Echte Färberröte, Krapp genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Färberröten (Rubia) innerhalb der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und eine traditionelle Färbepflanze. Die Bezeichnung erhielt der Krapp, weil seine Wurzel einen roten Farbstoff enthält. Der Färberkrapp wächst als sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze mit einer Wuchshöhen von 0,5 bis 1 Metern. An den Kanten des Stängels und an den Blättern befinden sich rückwärtsgerichtete Haare, durch die sich die Pflanze an diesen Stellen rau anfühlt. Der Stängel ist scharf vierkantige, die zu viert bis sechst in Wirteln am Stängel angeordneten Blätter sind kurz gestielt, 3 bis 11cm lang und 0,8 bis 2,5breit und eiförmig-elliptisch bis eiförmig-lanzettlich geformt. Der Färberkrapp spielte seit der Antike bis zur Entdeckung der synthetischen Herstellung von Alizarin eine zentrale Rolle als Färbepflanze in Mitteleuropa und im gesamten Mittelmeergebiet. Krapp ist eines der ältesten Farbmittel und verhältnismäßig preisgünstig, verglichen mit anderen rot färbenden Stoffen. Der Farbton kann je nach Beize und Extraktionsart zwischen kräftigem Rot, Rot-Orange und Rosa schwanken. Mit Alaun als Beize wird vor allem Wolle rot gefärbt; mit Eisenbeize erzielte man schwärzliche Farbtöne.

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