Freitag, 17. Juni 2016

Endlich wieder bunt

Der allerliebste Ehemann war kaum aus dem Haus, da habe ich die Gelegenheit genutzt, um einige Garne und Kammzüge zu färben. Er mag den Geruch von Essig und nasser Wolle nicht so recht, also färbe ich meistens dann, wenn er unterwegs ist.

Jetzt im Sommer kann ich meine Garne und Kammzüge wunderbar auf der Terrasse trocknen: einfach morgens um das Edelstahl-Geländer schlingen und am Nachmittag frisch getrocknet abnehmen.



Diesmal dabei: einige sehr bunte Kammzüge, die versponnen ganz tolle Garne ergeben.

Als ich die ersten Kammzüge gefärbt habe, die so "kunterbunt"  in allen möglichen Farben waren, war ich noch der Meinung, das könnten gar keine schönen Garne werden. Viel zu bunt und unruhig und keine gleichmäßige Verteilung der verschiedenen Farben.
Dann habe ich die erste Mütze aus einem solchen Strang gestrickt und war ganz spontan verliebt. Es war beim verzwirnen ein ungewöhnlicher Farbverlauf entstanden und die ursprünglich wilde Farbwahl passte plötzlich ganz harmonisch zusammen.

Heute färbe ich häufiger solche Kammzüge, doch die Garne schaffen es oft nicht einmal in den Shop, weil sich sofort jemand findet, der diese wild-bunten Farben ebenso mag wie ich.




Mittwoch, 15. Juni 2016

Endspurt... bei meinem Hobbyraum

Dank sachkundiger und geschickter Unterstützung geht die Gestaltung meines Hobbyraums super voran:

Die Wände sind komplett gespachtelt grundiert, Möbel gekauft und als nächstes sind die Tapeten dran. Wenn sich der allerliebste Ehemann damit etwas beeilt, könnte er am Wochenende das Wohnzimmer mit seinem Kumpel zum Fußball-gucken in Beschlag nehmen, während ich dann schon fleißig Möbel aufbauen und einräumen kann.


Ein super Deal, finde ich!




 

Dienstag, 14. Juni 2016

Zwartbless

Diese Woche hatte ich zum ersten Mal Zwartbless auf dem Rädchen und bin von dieser Faser und dem Garn daraus ganz angetan.
Ich hatte zu dieser Schafrasse und handgesponnener Wolle vom Zwartbless einmal gegoogelt ... und leider kaum etwas zur versponnenen Wolle gefunden. Die Schafe gefallen mir total gut und zum verspinnen muss ich unbedingt mal etwas schreiben.


Mein Kammzug vom Zwartbless war richtig schön dunkelstes braun, fast schwarz, und mit vereinzelten weißen Haaren. Er ließ sich sehr schön gleichmäßig verspinnen und das fertige Garn ist unglaublich fluffig und leicht. Vergleichbar etwa mit Falkland- oder Shetlandwolle. Und während andere Schafrassen mit sehr dunkel brauner Wolle eher derbe, rustikale (um nicht zu sagen': kratzige) Wolle haben, ist mein Zwartbless-Garn eine richtige Überraschung. Sicher, es ist nicht ideal für einen Halsschmeichler geeignet, aber kratzig ist es nicht.


Ich muss dieses Garn unbedingt einmal verstricken und könnte mir daraus gut ein Paar Stulpen über die Kurzstiefel vorstellen. Viel Muster braucht es da wohl gar nicht, denn das geht wahrscheinlich in der dunklen Farbe unter; aber vielleicht ein einfaches Rippenmuster und obenauf ein Zopfmuster... Mal sehen.

Die Fotos sind übrigens absichtlich etwas heller, damit man ein paar mehr Einzelheiten sieht, denn original ist die Farbe wirklich ein super dunkles Braun, ja fast schwarz.



Donnerstag, 9. Juni 2016

Filzschuhe in Blautönen

Gerade fertig geworden sind diese kuscheligen Filzschuhe. Ich habe wieder ein kleines Umschlagbündchen angestrickt und zwar mit 7 statt 5 Nadeln, was deutlich besser ging und die angeschlagenen 60 M auf 6x10 verteilt.
Ursprünglich wollte ich ein farblich wunderbar passendes Baumwollgarn verwenden (wäre ja ideal, um etwas Stash abzubauen), aber es wirkte dann doch zu glatt und glänzend und der Kontrast zu dem kuschelig matten Fußteil war mir letztendlich einfach zu groß. Also wieder aufgeribbelt und noch einmal neu. Diesmal in Kontrastfarbe, denn so viele Garne ich auch vorrätig habe- es war nicht das richtige dabei.



Die Schuhe haben Gr. 38/39 und dazu passend habe ich den Ausschnitt etwas länger gemacht; 38 Hin- und Rückreihen, ehe zur Runde geschlossen wird.



Auch diese Schuhe findet ihr wieder in meinem kleinen dawanda-Shop; schaut doch mal vorbei.

Bei den Schuhen mit Streifenmuster wechsle ich übrigens ab der Stelle, wo man in Runden strickt, die Farbe an der Unterseite der Schuhe, so dass der kleine Farbversatz gar nicht auffällt. Und strickt man mit nur 2 Farben im Wechsel, so sind auch nur vier Fäden zusätzlich zu vernähen.
 


Dienstag, 7. Juni 2016

Nach ewig langer Zeit


habe ich wieder mal Filzschuhe gestrickfilzt.

Die dicke warme Wolle ist eigentlich nicht so mein Ding, wenn es draußen recht warm ist, aber schon in der Vergangenheit habe ich immer die langen Autofahrten ins heimatliche Vogtland genau dafür genutzt.

Das sind immer gut 1.000km, die ich damit als Beifahrer sinnvoll nutzen kann. Meine Hände stundenlang still zu halten geht ohnehin nicht und diese einfachen Strickstücke ohne Muster mit dickem Garn sind dafür genau das Richtige.


Meistens häkle ich zwei Reihen feste Maschen um den Rand, damit er schön sauber, glatt und fest wird, oder bei den gefilzten Babyschuhen stricke ich ein elastisches Bündchen zum Umschlagen an. Diesmal habe ich eine Zwischenvariante gewählt; ich habe ein kurzes Umschlagbündchen angestrickt und mir persönlich gefällt das sehr gut. 




 
Ich stricke das Bündchen (nach dem filzen) mit etwas Spannung an, damit sich die obere Kante nach dem Umschlagen etwas nach innen in Richtung Fuß neigt und schön anliegt. Zum aufnehmen der Maschen nehme ich eine stabile Metall-Häkelnadel; manchmal bohre ich auch mit einer kleinen Ahle etwas vor. Sonst läuft man doch Gefahr, die schönen Bambus- oder Holz-Stricknadeln abzubrechen, da der Filz recht fest ist.

Alternativ könnte man das Bündchen vor dem Filzen anstricken, sollte dann aber in jedem Fall wissen, wie stark die verwendete Filzwolle und damit das Fußteil in der Länge schrumpft und für das Bündchen ein 40°Grad- Wäsche geeignetes Garn (etwa Sockenwolle) verwenden.



Bei der letzten Reihe des Bündchens kann man einmalig das Strickstück drehen und somit in die entgegengesetzte Richtung wie bei den Vorrunden abketten, oder das Fußteil generell auf die linke Seite drehen, während man das Bündchen in Runden anstrickt. Beides mit dem Ergebnis, dass nach dem Umschlagen die schöne Maschenreihe vom abketten obenauf liegt. Wählt man die zweite Variante, so hat dies den Vorteil, dass auch die Innenseite des Filzschuhs sehr sauber und besonders schön aussieht und keine Naht drückt.


Dieses Paar wandert in meinem dawanda-Shop; Selberstricker finden nachstehend die Anleitung.


Anleitung (Gr. 35):

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Material: 150g Filzwolle; LL 50g/50m / ein Rest Sockenwolle o.ä.,
(ich habe hier die Alpaka von Drops 2fädig verwendet),
Nadeln: je 1 Nadelspiel NS 5.0mm + 2.75mm, gr. Nähnadel, Schere

30 M anschlagen, Hinreihen rechte M / Rückreihen linke M über 30 Reihen stricken.

In den folgenden 6 Reihen 6 M zunehmen
(aus der ersten Randmasche eine M herausstricken); aus 30 M werden 36 M.

Nun die Maschen wie folgt aufteilen:
1. Nadel: 4 M, 2. Nadel: 9 M, 3. Nadel: 9 M, 4. Nadel: 9 M,
die restlichen 5 M kommen mit auf die erste Nadel.

Über 20 Runden alle M rechts stricken.

In den folgenden Runden jeweils die ersten beiden Maschen jeder Nadel
rechts zusammenstricken, bis insgesamt 8 M verbleiben.

Den Arbeitsfaden kürzen, durch die 8 M ziehen und vernähen;
ebenso alle anderen losen Fäden und die Fersennaht schließen.

Den zweiten Schuh identisch arbeiten und das Paar bei 40-60°C in der Waschmaschine filzen;
bitte z.B. alte Handtücher dazutun.

Die gefilzten Schuhe in Form ziehen und trocknen lassen;
danach auf die linke Seite drehen.

Mit der Häkelnadel ca. 64 Maschen aufnehmen (je nach Garnstärke) und auf 4 Nadeln verteilen.
Wenn der Filz sehr fest ist, bohre ich mit einer der Stricknadeln oder einer kleinen Ahle vorsichtig etwas vor, damit die Häkelnadel nicht abbricht und sich die Maschen leichter aufnehmen lassen.

Nun im Wechsel 1 Ma. rechts / 1 Ma. links über 10 Runden stricken;
vorsichtig bei den ersten 2-3 Runden; das ist etwas straff.

Anschließend alle Maschen abketten, das Bündchen nach außen umschlagen und unsichtbar festnähen.



 

Montag, 6. Juni 2016

Blogger-Burn-out?

Steffi´s Beitrag vom vergangenen Wochenende zum Thema Blogger-Burn-Out habe ich mit viel Interesse gelesen und eine ganze Menge Parallelen gefunden. Eigentlich ist der Beitrag dabei viel komplexer und sie setzt sich umfassend damit auseinander, wie sie zum Bloggen kam, wie sich ihr Blog entwickelt und verändert hat und welchen Streß man sich manchmal selbst macht. Bei mir war das so:
   
Der Anfang...

Meinen Blog gibt es seit reichlich 2 Jahren und der Auslöser waren Beiträge in anderen Blogs zum Thema strickfilzen und spinnen. Auch ich wollte gerne meine Filzschuhe zeigen und meine Anfänge mit Wolle und Spinnrad.

Der Blog entwickelt sich...

Nach und nach kamen viele andere Handarbeiten dazu, Rezepte für Gebackenes, Anleitungen für Badepralinen uvm. Nach und nach kamen mehr Leser dazu, und über die Kommentare und Statistiken merkte ich, dass mein Blog nicht nur davon lebt, über meine Interessen zu berichten, sondern auch das, was ich kann, weiterzugeben.
Während andere "nur" ihre Badepralinen zeigten, begann ich, meine Lieferanten für die Zutaten und Silikonformen zu nennen und viele nützliche Tipps und Informationen zusammenzutragen. Ich schrieb ausführlich über meine Erfolge und Erfahrungen mit den verschiedensten Faserarten beim spinnen und habe bisher nur wenige Blogs gefunden, in denen man eine so ausführliche Übersicht zu verschiedenen verspinnbaren Materialien mit Beispielfotos findet, wie hier bei mir.
Und während man in anderen Blogs mühsam sucht, wieviel Maschen man denn für Filzschuhe in einer bestimmten Größe anschlagen und wie viele Reihen und Runden stricken muss, kann an das bei mir einfach nachlesen, soweit ich diese Informationen habe.

Der Link zum Shop...

Irgendwann füllt sich Karton um Karton mit den schönsten Garnsträngen, die ich aber gar nicht mehr alle verstricken konnte und auch nicht wollte. Ein kleiner dawanda-Shop schien die ideale Lösung. Garn verkaufen und vom Erlös neues Rohmaterial kaufen. Einfach perfekt. Dann kamen andere Blogger und die Frage, warum ich so wenig Geld für meine Garne nehmen würde. 
Und man denkt sich: Weil ich froh bin, wenn sie bei jemandem ankommt, der etwas schönes daraus strickt und sich auch mal jemand mit weniger Einkommen ein besonderes Garn kaufen kann. Mein Leben finanziere ich über meinen Vollzeit-Büro-Job und färben, kardieren, spinnen und stricken sind meine Hobbys.

Natürlich weiß ich, dass andere Blogger von diesen Arbeiten leben und damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Es ist eine Gradwanderung, bei der immer mal wieder Sätze fallen wie " Handarbeit kann man eh´ nicht bezahlen.." oder "Was, so teuer ist das..."

Ein Blog braucht seine Zeit...

Und ich möchte meinen mit Leben füllen; nicht nur mit Fotos. Es geht mir eben nicht nur darum, zu zeigen was ich gemacht habe, sondern um das Wie. Der Weg ist das Ziel.
Ein Zeitproblem habe ich beim bloggen allerdings auch immer mal wieder und zwar besonders im Herbst und Winter. Dann fehlt mir vor allem das richtige Licht zum fotografieren, denn wenn ich morgens aus dem Haus gehe, ist es dunkel und wenn ich aus dem Büro nach Hause komme, ist es schon wieder dunkel. dann hoffe ich auf das nächste Wochenende, dass dann allerdings oft schon wieder oder immer noch dunkel ist oder verregnet vorüber geht.

Neulich habe ich gesehen, dass ich 40! Posts vorbereitet habe, bei denen hauptsachlich noch die richtigen Fotos fehlen. Da waren die niedlichen geschnitzten Stempel zum Textil-drucken, die kleine Schürze, die ich dafür genäht habe, die gehäkelten Eiernetze, die Näpfle (die keiner zu kennen scheint), das im Januar begonnene Dezember-Projekt, die Posts zum kardieren und zu den Kirschkern-/Dinkel-Kissen, zu den neuen Filzschuhen und den Neuen Spinnfaser-Minis, einer (endlich mal passenden) Hose und noch so vieles mehr. 

Nach meinem Aus durch Hexenschuß / Bandscheiben Anfang April hatte ich in den vergangenen Wochen Unmengen im Büro aufzuarbeiten. Für jemanden wie mich gibt es in anderen Firmen mehrere Mitarbeiter. Sekretärin, Buchhalterin, Controllerin. Für mich jedoch ist kein Ausfall und damit kein Ersatz vorgesehen. Krank geht eigentlich gar nicht. Alles bleibt liegen; dieses Mal so viel, dass mein Ablagefach durchgebrochen ist. Nun habe ich weitestgehend aufgearbeitet und das sogar fast ohne Überstunden. Da mag manch einer sagen, ich hätte wohl sonst noch Reserven, aber ich merke abends, wie intensiv mein Arbeitstag war und wie ausgelaugt ich bin. Reserve auf Null.

Wie es weitergeht...

Nächste Zielstellung ist mein Hobbyraum. Ich bilde mir einfach ein: Wenn der fertig ist, wird er in Windeseile möbliert, die Schränke werden befüllt, alles hübsch dekoriert, ich bekomme ganz spontan noch eine super Idee für die Fenster (Rollo, Plissee, Gardine, Raffrollo, Lamellen? Material? Farbe?...) und dann kann ich loslegen und alles aufarbeiten.
Zum Glück habe ich kaum Einschränkung und kann über meine freie Zeit fast völlig frei verfügen. Kein Kind aus der Schule abholen, keine festen Termine. Dann bleibt schon mal der Korb mit Bügelwäsche ein paar Tage länger stehen oder es wird abends nicht gekocht, sondern etwas beim Chinesen geholt. Auch nicht schlimm.

Donnerstag, 2. Juni 2016

Was man alles so findet...

wenn man einmal aufräumt, ist u.U. echt erstaunlich. Im Zuge der Umbauarbeiten meines Hobbyraums habe ich inzwischen die passenden Möbel ausgesucht, beim Betrag für die Gesamtkosten einmal tief durchgeatmet und vor allem das lange Wochenende an Himmelfahrt genutzt, um meine Wollvorräte zu sortieren.

Bisher verteilte sich alles (mangels Platz) auf mehrere Räume und viele Kisten und nun wollte ich schon einmal vorsortieren, damit ich dann in ein paar Wochen, wenn alles renoviert und möbliert ist, ganz schnell die Schränke und Regale einräumen kann.

Kammzüge werden ja üblicherweise als locker gewickelte Knäule geliefert, was doch mehr Nach- als Vorteile hat. Sie nehmen viel Platz weg und selbst in durchsichtigen Kunststoffboxen sieht man nicht auf einen Blick, welche Farben man vorrätig hat.

Also habe ich alles zusammengetragen, es mir mit meinen ganzen Kisten, Boxen und Tüten im Wohnzimmer bequem gemacht und den Herrentag damit verbracht, Kammzüge zu flechten und zu beschriften. Und ich muss zugeben: ich war selbst überrascht (und etwas erschrocken), welche Mengen ich in allen erdenklichen Farben habe:

7 Kisten farbige Merino- und Bergschafwolle
1 Kiste naturfarben in Grau- und Brauntönen
1 Kiste handgefärbte Kammzüge
1 Kiste Alpaka, verschiedene Naturfarben
1 Kiste Angora, verschiedene Naturfarben
1 Kiste Maulbeer-/Tussahseide, weiß und bunt
1 Kiste bunte Locken und Glitzerfasern
1 Kiste Sari-Seidenfasern, verschiedene Farben 
2 große Wäschekörbe mit weißen
Kammzügen z.B. zum Färben (Lammwolle, Merino, Islandwolle, Bluefaced, Merino/Seide-Mix, Shetlandwolle u.a.).

hier nur ein Teil davon...



Einen Beutel mit Reststücken und Kleinmengen an verschiedenen Fasern habe ich gleich noch verarbeitet und auf der Kardiermaschine zu Batts gemischt; auch das ist eine ganze Kiste voll geworden.

Seit ein paar Tagen haben wir unsere neue Markise über der Terrasse und nun kann ich nachmittags mein Spinnrad mit nach draußen nehmen. Zwar wird im Sommer weniger nach handgesponnener Wolle verlangt, aber so bald es im Herbst kühler wird... Über den Sommer kardiere, färbe und verspinne ich und im Herbst habe ich dann wieder wunderbare Garne im Angebot. Wenn es so schön hell und sonnig ist, gelingen die Fotos auch viel besser als im Winter, wo ich oft aufs Wochenende warten und auch dann auf helles, klares Wetter warten muss, damit die Farben halbwegs richtig wiedergegeben werden.


Mittwoch, 1. Juni 2016

Wenn Du erst mal Dein Zimmer hast...

sagt mein Mann, dann wird hier in der Küche nicht mehr gefärbt. Es ist der Geruch von nasser Wolle und Essig, der ihn stört, wenn er durch das Haus zieht. Hmmm,... als ob das anders ist, wenn der Raum eine Etage tiefer und dazwischen ein offenes Treppenhaus ist?!

Das Zimmer, von dem er spricht, ist mein zukünftiger Hobbyraum. Und der wird einfach wundervoll werden:
Seit letzter Woche ist schon ein riesiges Fenster eingebaut und hat die ehemals dunkle Höhle in ein lichtdurchflutetes, freundliches Zimmer verwandelt.
Blick in den Garten Richtung Süden, viel Grün, Vogelgezwitscher und all meine Schätze beisammen.

Davor eine lange Arbeitsplatte für die beiden Nähmaschinen und die Kardiermaschine, und zwei Rollcontainer mit vielen Schubladen. An den Wänden die tollen Tapeten, die ich schon gekauft habe und dazu ein schöner bequemer Sitzplatz.

Für das Färben der Wolle habe ich dort auch gute Voraussetzungen, denn ich habe einen gefliesten Bereich mit einer kleinen Küchenzeile, d.h. eine Arbeitsplatte aus Edelstahl mit Spüle und ich werde eine Kochplatte aufstellen. Über dem Mini-Kühlschrank (perfekt für ein paar Piccolos Rotkäppchen Erdbeere ;-) noch ein Regal für meine Farben, Handschuhe, Holzstäbchen, Essig, Farbflaschen und Färbetöpfe- fertig. 

Und die Rohwolle direkt daneben in einem riiieeesigen Schrank mit Fächern für jede Faserart: Bluefaced, Falklandwolle, Merinowolle, Merino sw, Merino + Seide, Merino + Tencel, Merino + Tussah, Neuseelandlamm, Islandwolle, ... all die Kisten mit bunten Kammzügen, Alpaka, bunter Seide, Angora in Naturtönen, Sari-Seide usw. Und: Eine Vitrine für die gesponnen Garne und handgefärbten Kammzüge.

Im Moment ist zwar alles noch eine Baustelle, aber meine Vorstellungskraft ist enorm und in Gedanken ist alles schon fertig eingerichtet. Endlich kann ich schöne Bilder aufhängen und dekorieren und alles ins rechte Licht setzen.

Dienstag, 31. Mai 2016

Frisch vom Rädchen und aus der Färbeküche...

kommen diese Woche folgende Garne:


 
 
"ERDBEEREIS"
100% Merinowolle, 100g / 160m (9.90€)
(diese Farbe ist nachbestellbar; etwas heller als "Hexenwerk")
 
 
"SAURE KIRSCHE"
100% Merinowolle, 100g / 160m (9.90€)
(diese Farbe ist nachbestellbar)
 
 
"PISTACCIO"
100% Merinowolle, handgefärbt, 50g / 80m (4.95€)


"SAGE LEAF"
100% Merinowolle, handgefärbt, 50g / 80m (4.95€)
 

"SOURE APPLE"
100% Merinowolle, handgefärbt, 50g / 80m (4.95€)
 
 
"PASSIONSBLUME"
100% Merinowolle, 4 x 50g / m (je 4.95€)
(diese Farbe ist nachbestellbar)
 
Die hier abgebildeten Stränge findet Ihr ab dem Herbst in meinem dawanda-Shop oder bei Interesse schickt Ihr mir einfach eine Mail.

 
 


Dienstag, 24. Mai 2016

Mal etwas anderes probiert...

habe ich bei diesen ersten drei abgebildeten, mehrfarbigen Garnen. Es gibt ja bei diversen Lieferanten mehrfarbige Kammzüge zu kaufen, bei denen die verschiedenen Farben parallel verlaufen und mehr oder weniger vermischt sind. Die daraus gesponnenen Garne sind mehrfarbig, aber die einzelnen Farben noch gut erkennbar.
Allerdings bieten fast alle Lieferanten die gleichen Farben an und in den zwei Jahren, die ich jetzt spinne, hat sich die Farbpalette noch nicht wesentlich geändert und ist recht überschaubar.
 
Für einen ähnlichen Effekt meiner neuen Garne habe ich mir mehrere unifarbene Kammzüge ausgesucht und jeweils fingerdicke Streifen abgetrennt. Anschließend habe ich einen Streifen jeder Farbe benommen, diese alle zusammengefasst und wie einen dicken, mehrfarbigen Kammzug versponnen.
Das ist etwas aufwändiger und geht nicht ganz so schnell wie bei den gekauften mehrfarbigen Kammzügen, aber dafür kann man ganz neue tolle Farben zusammenstellen; egal, ob sehr harmonisch und ähnlich, oder auch völlig verschiedene Farbtöne. 
 
 


"CURACAO"
100% Merinowolle, handgemischt, 70g / 120m (6.95€)


 
"WALDSEE"
100% Merinowolle, handgemischt, 120g / 170m (11.95€)



"TEAL & VIOLET"
100% Merinowolle, handgemischt, 100g / 170m

Die ersten beiden hier abgebildeten Stränge findet Ihr ab dem Herbst in meinem dawanda-Shop oder bei Interesse schickt Ihr mir einfach eine Mail.