Dienstag, 16. Februar 2016

zauberhaftes Angora

Vor ein paar Tagen hatte ich wieder Agora in den schönsten Farben bekommen; schneeweiß, zartes grau, caramelfarben... und dafür habe ich mal wieder alles andere liegengelassen.
Einen Teil des caramel-farbenen Angora habe ich mit weißer Merinowolle in zwei Durchläufen kardiert und zu einem wunderbaren Kuschelgarn versponnen . Ich habe auch ein klein wenig Brown Manx Loaghtan mit einkardiert, damit die Farbe insgesamt etwas mehr cremefarben / beige wird (70% Merino / 2% Brown Manx Loaghtan / 28% Angora).


 

Eine kleinere Menge habe ich pur und ohne kardieren zu einem reinen Angora-Garn versponnen. Das geht mit ein bisschen Übung und wenn man ein wenig langsamer spinnt recht gut. Man sollte die Angorawolle dann aber schon gut vorsortiert haben und nur sehr lange Fasern verwenden.


 

 




Dienstag, 9. Februar 2016

kuschelig-warmes für die Hände

Die langen Fahrten ins heimatliche Vogtland nutze ich meistens zum stricken, und in diesen 8-10 Stunden bekommt man auch einiges fertig. Dieses Mal waren es auf der Hinfahrt eine Mütze und auf der Rückfahrt... nein, keine Mütze, sondern ein Paar kuschelige Handstulpen für mich.


Natürlich aus handgefärbter / handgesponnener Wolle; ich hatte diese schon seit ewiger Zeit liegen und für ein Strickstück für mich selbst vorgesehen.

 

 


Angeschlagen habe ich 36 M und mit 20 Runden Bündchen (2 M re. / 2 M li.) begonnen.
In der Folgerunde 10 M auf jede der 4 Nadeln verteilen (dabei 4 M zunehmen):

1. Nadel (2 M re. / 2 M li. / 2 M re. / 2 M li. / 2 M re.)
2. Nadel (2 M li. / 1 M re. herausstricken / 7 M re.)
3. Nadel (1 M re. herausstr. / 8 M re. / 1 M re. herausstr.)
4. Nadel (7 M re. / 1 M re. herausstricken / 2 M li.)





In jeder 5. Runde die rechten Maschen der 1. Nadel zopfen (dafür 1 M auf die Hilfsnadel vor die Arbeit legen, 1 M re. stricken, anschließend die 1 M der Hilfsnadel rechts stricken). Nach 40 Runden alle M locker abketten.


Für die Häkelkante habe ich "Silkhair" von Lana Grossa doppelfädig verarbeitet:

1 Runde (40 M) feste M häkeln. In der Folgerunde: 1 feste M, *5 Stäbchen in die übernächste M häkeln, 1 feste M in die übernächste M häkeln* (von * bis * 10 Mal wiederholen). Die Runde mit einer festen M schließen, alle Fäden verstechen.




Freitag, 5. Februar 2016

Ein Blick hinter die Kulissen und meine Garne

Allen Leuten recht getan... ist eine Kunst, die keiner kann. Sagte meine Oma manchmal. Wie richtig das auch heute noch ist, habe ich vor ein paar Tagen wieder gemerkt, als ich (in einer Spinngruppe) ein Foto meiner Schneewittchen-Mütze postete. Viele hatten das Garn gesehen und wollten es einmal verstrickt sehen. Deshalb das Foto- mit Fellbommel und dem Hinweis auf die noch fehlenden Häkelblüten. Womit ich nicht gerechnet hatte, waren Kommentare wie:


"Ich finde das Garn als Strang auch sehr schön, aber die Mütze erinnert mich leider zu sehr an den Trend der Ultrarechten, schwarz-weiß-rote Mützen zu tragen... Die sieht man hier in Dresden viel zu häufig"

und


"Das Garn ist echt toll. Aber Fellbommel? Ich hoffe es ist ein echter Kunstfellbommel, echter Pelz geht nämlich gar nicht."



Nachhaltigkeit,
vegetarisch oder vegan, mulesingfrei, artgerecht gehalten, geschnitten und nicht gepflückt, schwermetallfrei gefärbt, biologisch abbaubar... das alles macht auch vor simplen abendlichen Handarbeiten keinen Halt.
Noch bevor ich einen Post zu einem neuen Garn schreibe, sollte mir wohl klar sein: Es geht nicht um seidigen Glanz, leuchtende Farben und weiche Fasern. Ich erkläre erst einmal umfangreich: Die versponnene Merinowolle stammt zum Großteil entweder aus Deutschland, Argentinien, Südamerika oder Polen und ist dann mulesingfrei oder aber -noch besser- stammt aus artgerechter Haltung von einem Lieferanten, den ich persönlich kenne und ist herstellergarantiert Bio-Wolle und öko-zertifiziert. Verwendetes Angora stammt von freilaufenden Tieren, deren Namen ich kenne (Sammy, Fee und Stupsi); die Tiere werden geschoren oder gekämmt und nicht gerupft und ich färbe ohne Verwendung von Metallsalzen oder chemischen Beizen.

Ich möchte niemandem Vorschriften machen, was er zu kaufen, zu verstricken oder zu tragen hat. Allerdings habe ich mich -insbesondere seit dem ich spinne- sehr viel intensiver mit diesen Themen auseinandergesetzt. Auch ich war entsetzt, als ich zum Thema Mulesing recherchierte und die Videos sah. Und die kahl gerupften Häschen, die ihr Fell lassen mussten.


Aber es geht auch anders und ich verwehre mich gegen die Verwendung von "immer" und "alle". Denn es gibt genügend Beispiele für artgerechte Tierhaltung, für schmerzfreie Schur von Schafen und vorsichtiges Scheren von Angorakaninchen. Denn man sollte vielleicht auch bedenken: ein zu lange nicht geschorenes Schaf trägt ein immenses Gewicht des Fells und wenn es in einer Bodensenke umfällt, kommt es u.U. nicht einmal mehr von allein auf die Beine und würde sterben.

Bei den Angorakaninchen ist es nicht anders. Die Wolle wächst unaufhörlich und die Schur vermeidet das sonst unweigerliche verfilzen der Wolle und sorgt für Bewegungsfreiheit, die anderenfalls verlorengeht. Angorakaninchen  leiden besonders in sommerlicher Hitze unter ihrem langen wärmenden Fell gerade so wie wir, wenn wir im Sommer eine Fellmütze tragen würden. Es wird helfend spätestens alle 90 Tage geschoren / die Wolle kurz geschnitten und das quält die Tiere nicht mehr als uns ein Friseurbesuch. Madita, von der ich mein Angora bekomme, verpasst ihren Häschen regelmäßig eine fesche Kurzhaarfrisur. Da wird nichts kahlgerupft und grob hantiert; die streichelzahmen Tiere aus Hobbyzucht sind liebevoll versorgte Familienmitglieder.

Schaf- oder Alpakawolle frisch nach der Schur zu verarbeiten kommt für mich jedoch nicht in Frage. Sortieren, waschen, kardieren, mit Naturfarben zu färben- das alles würde nach jeder Menge Platz und Zeit verlangen und damit auch Kosten verursachen, die in keiner Relation mehr zu einem vernünftigen Verkaufspreis stehen oder mir noch ein Minimum an süßem Nichtstun übrig lassen.
Meine Hände ruhen fast nie, wenn ich vom Bürojob nach Hause komme, an den Wochenenden oder im Urlaub, doch das bereitet mir Vergnügen und bislang habe ich noch nie die Lust daran verloren. Es ist mein Ausgleich


neue Garne in ganz neuen Farben

Hier sind wieder ein paar neue Garne der letzten Tage, die ich Euch gerne zeigen möchte und die auch in meinem dawanda-Shop landen:



"ROT WIE BLUT"
100% Merino, 100g / 130m
handgesponnen

Der Uni-Farbton- perfekt passend zum "Schneewittchen"; wunderbar weich und fluffig.


"SCHNEEWITTCHEN"
100% Merino, 100g / 130m
handgesponnen

Kuschelweiche Merino mit roten Akzenten. Dieser Strang ist ausreichend für eine Mütze
oder kombinierbar mit Unifarben.


"SCHWARZ WIE EBENHOLZ"
100% Merino, 115g / 200m
handgesponnen

Tiefschwarz und eigentlich immer passend.


„CORRIDALE loves MERINO"
50% Corridale / 50% Merino, 130g / 200m
handgesponnen

Merinowolle im Farbverlauf in blau-türkis-Tönen habe ich hier kombiniert
mit hellgrauer Corridale.


"PURE CORRIDALE"
100% Corridale hellgrau, 120g / 170m
handgesponnen

Das perfekte Unigarn , um es mit allen anderen Farben zu kombinieren
oder pur verstrickt einfach toll und schön weich.



"PASSIONSBLUME"
100% Merino, 2x 100g / 150m
handgesponnen

Farbenfroh in blau, kiwigrün und lila und genug für einen Loop oder
Mütze + Handschuhe. Oder mit Unitönen aus meinem Shop kombinierbar.


"JÄGERSMANN"
100% Merinowolle, 100g / 130m
handgesponnen

Ein neuer Farbton, den ich zum ersten Mal versponnen habe
mit Nuancen von gelblich, grün und olive.


"WELLENSCHLAG"
100% Merino, 75g / 130m
handgesponnen


"TERRACOTTA"
70% Shetlandwolle / 30% Tussahseide, 50g / 82m
handgefärbt / -gesponnen

Sanfte Farben auf einem luftig-leichten Garn.



"TEEROSE"
100% Bluefaced Leicester, 108g / 150m
handgefärbt / -gesponnen

Farbenfroh und kuschelig weich.


"FUCHSIE"
100% Merino, 2x 100g / 150m
handgesponnen


„ZARTES BLAU"
100% Merinowolle, 2x 100g / 145m
handgesponnen

Ganz dezent meliertes Garn aus besonders feiner Merinowolle;
sehr weich, elastisch und voluminös.


„BLAUE SEIDENFEIN"
70% Merino / 30% Maulbeerseide, 95g / 135m
handgesponnen

Super weich und mit sanftem Schimmer der Seide.

Dienstag, 2. Februar 2016

Mütze "ROTE SEIDENFEIN"

Ganz klassisch und schlicht, aber mit tollem Material: eine Mütze "ROTE SEIDENFEIN" für meine Freundin Anja zum Geburtstag. Das Material ist eine Mischung aus 70% Merino / 30% Maulbeerseide in einem klaren roten Farbton, die (hoffentlich) perfekt zu einer ihrer Winterjacken passt, die ich kenne.

Bei einem anderen Lieferanten hatte ich reine Merinowolle in "feuerrot" gekauft und als ich beide Garnstränge nebeneinander hielt, musste ich feststellen: die Farben sind identisch; lediglich das Garn mit Seidenanteil glänzt etwas mehr und es ist eben noch etwas weicher / seidiger.
Da sieht man mal wieder: alle kaufen bei den gleichen Produzenten ein.

Na, auf jeden Fall bin ich mit dem Ergebnis zufrieden; das Maschenbild ist wunderbar gleichmäßig und man möchte fast sagen "sieht aus wie gekauft..."


 

 

 



Mittwoch, 27. Januar 2016

Endlich ein verstricktes "SCHNEEWITTCHEN"

Schon als ich meinen ersten Strang "SCHNEEWITTCHEN" versponnen hatte, wollte ich unbedingt einmal sehen, wie dieses Garn verstrickt aussieht. Natürlich waren wieder gefühlte 1.000 andere Dinge wichtiger, aber nun habe ich es endlich geschafft und...



fertig ist die "SCHNEEWITTCHEN-MÜTZE" für meine Freundin Ilona.

Nun hoffe ich, dass sie passt und gefällt; die Farben sind genau jene ihrer schönen Winterjacke. Die Länge habe ich mit ihr abgesprochen; nicht die kurze Version (20cm) und auch kein richtig langer Beanie, sondern gerade so, dass man zwei kleine Falten legen kann. Häkelblüten muss ich noch machen; ich werde dafür bewusst nur Uni-Farben verwenden. Sie sind mit Sicherheitsnadeln zu befestigen und können abgenommen werden. Da auch die Fell-Bommel abnehmbar ist, kann sie diese Mütze sehr variabel tragen.


 

 

Garn: "Schneewittchen" - 100% Merinowolle, handgesponnen
(Kammzug schwarz-weiß-grau + Merino in feuerrot)
Nadelstärke: 3,0

Ausführung: Maschenanschlag 92M, Bündchen: 15R mit 2M re/2M li
Hauptteil: 8M zunehmen ( 4 Nadeln mit je 25M), 50R glatt re stricken
anschließend in jeder 2.R abnehmen:
In der ersten Abnahme-R die ersten beiden Maschen jeder Nadel re zusammenstricken
(aus 100M werden 96M); anschließend eine R alle M re.
In jeder weiteren ungeraden Runde die ersten beiden und mittleren beide M einer Nadel zusammenstricken.
Die zuletzt verbleibenden 8M zusammenziehen
(Faden kürzen und mit einer dicken Nähnadel durch diese 8M ziehen)
und den Faden auf der Innenseite der Mütze vernähen. Den Anfangsfaden ebenfalls vernähen.

Die Bilder sind leider noch nicht so gut geworden... wie das eben abends so ist und ohne Tageslicht. Ich tausche sie aus, so bald ich bessere habe.



Dienstag, 26. Januar 2016

"HÄSCHEN"wolle

Letzte Woche habe ich ganz tolles Satin-Angora in 2 Farben bekommen. Wie die Farben genau heißen, weiß ich leider nicht; eine ist eher caramelfarben und die andere ist hellgrau.


Nun habe ich weiße Merinowolle, Brown Manx Loaghtan - Wolle (braun) und caramelfarbenes Angora mit einander kardiert. Ergebnis ist ein kuscheliges Garn in hellem creme.

 


"HÄSCHENWOLLE"
70% Merino /10% Brown Manx Loaghtan / 20% Angora
handkardiert, 85g / 130m




Reine "MÄNNERSACHE"

ist diese Mütze für meinen "Autoschrauber".

Ein Geschenk und kleines Dankeschön, weil er mir immer so schnell und preiswert hilft und er einfach gesagt ein ganz lieber ist.
Die Mütze ist reine Handarbeit, d.h. ich habe die Merinowolle gesponnen, gefärbt und verstrickt. Mit 55g ein Leichtgewicht, aber sie sollte ja kurz sein und kein längerer Beanie.

 


Mütze "MÄNNERSACHE"
100% Merino, 55g
handgesponnen, -gefärbt, -gestrickt