Samstag, 28. Februar 2026

Chrom, PS und jede Menge Liebe zum Detail

Hamburger Motorradtage

Ende Februar ging es für uns noch einmal nach Hamburg. Diesmal allerdings nicht wegen Wolle, sondern wegen einer ganz anderen Leidenschaft: Motorräder!

Und die teilen wir tatsächlich beide. In der Garage stehen u.a. zwei echte Klassiker: meine Ducati Monster 750, Baujahr 1998, natürlich im typischen Ducati-Rot und in einem Top-Zustand, und seine ist eine 900er.

Was ich an meiner Monster besonders liebe, ist ihr bissiger, fast ein wenig ungezähmter Charakter. Dazu dieser wunderschöne, offen sichtbare Gitterrohrrahmen, der für mich einfach zu einer echten Monster gehört. Nichts wirkt überflüssig oder versteckt – ein Motorrad mit Ecken, Kanten und ganz viel Persönlichkeit.

Auf den Hamburger Motorradtagen gab es jede Menge zu entdecken. Von modernen, sportlichen Maschinen über klassische Harley-Davidsons bis hin zu aufwendig umgebauten Einzelstücken war alles vertreten.


Rot, schnell und ziemlich beeindruckend

Natürlich zog es mich auch zu den aktuellen Ducati-Modellen. Besonders eine leuchtend rote Ducati Monster weckte mein Interesse. Im Vergleich zu meiner Monster hat sich technisch und optisch einiges verändert. Die moderne Technik ist zweifellos beeindruckend, aber optisch fehlt mir bei den neueren Modellen etwas ganz Entscheidendes: der klassische, offen sichtbare Gitterrohrrahmen. Gerade er verleiht meiner alten Monster diesen unverwechselbaren, herrlich bissigen Auftritt. Und so schön die neuen Maschinen auch sind – meine alte Ducati würde ich dafür nicht eintauschen.

Chrom, Lack und echte Schmuckstücke

Auch die Harley-Davidsons hatten einiges zu bieten. Besonders schön fand ich eine Softail Fat Boy in elegantem Grau mit ihren massiven Rädern, den glänzenden Chromteilen und der wunderbar klassischen Linienführung.

Ganz anders dagegen eine aufwendig gestaltete Harley, die über und über mit schwarz-weißen Motiven versehen war. Comics, Schriftzüge, Musikmotive und kleine Illustrationen – ein wildes Durcheinander, das zusammen ein erstaunlich stimmiges Gesamtbild ergab. Selbst die Koffer und Schutzbleche waren einbezogen. Hier konnte man wirklich lange davorstehen und immer wieder etwas Neues entdecken.

Dienstag, 17. Februar 2026

Winterzauber auf dem Weg nach Hamburg

Schon die Fahrt nach Hamburg war am vergangenen Wochenende ein kleines Wintermärchen. Die Straßen waren wunderbar frei, während sich die Landschaft ringsherum in ein zauberhaftes weißes Kleid gehüllt hatte.

Bäume und Sträucher waren mit feinem Schnee überzogen, als hätte jemand großzügig Puderzucker darübergestreut.
Besonders schön fand ich die verschneiten Alleen und die weiten, unberührten Felder. Zwischendurch zeigte sich sogar die Sonne und tauchte den winterlichen Himmel in wunderschöne Blau-, Grau- und Goldtöne.

Natürlich musste ich diese herrliche Stimmung immer wieder mit der Kamera festhalten. Manchmal ist eben schon der Weg zum Ziel ein kleines Erlebnis.


Sonntag, 15. Februar 2026

Farbenrausch in Hamburg – ein Tag voller Wolle, Farben und Inspiration

Am Valentinstag ging es für uns nach Hamburg – allerdings nicht zu einem romantischen Candle-Light-Dinner, sondern zu einem ganz besonderen Farbenrausch: dem Farbenrausch Wollfestival 2026.

Und der Name war wirklich Programm! Überall leuchtende Farben, wunderschöne Garne, kuschelige Wolle und so viele kreative Ideen, dass man gar nicht wusste, wohin man zuerst schauen sollte.

Ein buntes Paradies für Wollverliebte

Schon beim Betreten war klar: Hier schlägt das Herz aller Strick- und Häkelbegeisterten höher! Ein Stand schöner als der andere, liebevoll dekoriert, mit herrlichen Farbzusammenstellungen und einer unglaublichen Vielfalt an Garnen und Materialien.
Manche Stände waren für sich genommen schon kleine Kunstwerke. Alles war so geschmackvoll arrangiert, dass allein das Anschauen eine Freude war. Besonders schön fand ich, dass viele der Ausstellerinnen ihre eigenen Kreationen trugen und damit gleich zeigten, was sich aus ihren Garnen alles zaubern lässt.
Von kräftigen, leuchtenden Farben bis zu sanften Naturtönen war wirklich alles vertreten. Und natürlich musste ich immer wieder stehen bleiben, fühlen, schauen und staunen.



Eine Modenschau der besonderen Art

Fast genauso interessant wie die Stände waren die Besucherinnen selbst. Mein männlicher Begleiter gehörte eindeutig zu den Ausnahmen in dieser überwiegend weiblichen Wollwelt.
Viele Frauen trugen mit sichtbarem Stolz ihre selbst gestrickten oder gehäkelten Pullover, Jacken, Tücher und sogar Kleider. Eine wunderbare Gelegenheit, all die unterschiedlichen Ideen, Muster und Techniken einmal nicht nur auf Bildern, sondern direkt getragen zu bewundern.
Manchem Stück schaute ich voller Anerkennung hinterher – und manchmal war sogar ein kleines bisschen Neid dabei. Was für eine Geduld, was für eine Arbeit und was für ein Können!
Natürlich gab es auch Kreationen, bei denen ich insgeheim dachte, dass ein anderes Material oder ein etwas vorteilhafterer Schnitt die viele Mühe noch schöner zur Geltung gebracht hätte. Aber genau das macht unser Hobby ja auch so interessant: Jeder hat seinen eigenen Geschmack, seine eigenen Vorstellungen und seinen ganz persönlichen Stil.




So viele Farben – und plötzlich die Qual der Wahl

Besonders gespannt war ich auf die Pigmente zum Färben von Wolle. Schließlich färbe ich selbst leidenschaftlich gern und bin immer auf der Suche nach neuen Farben und Möglichkeiten.
Doch ausgerechnet an diesem Stand war ich von der Auswahl beinahe erschlagen. So viele Farbtöne und Möglichkeiten! Da konnte ich mich beim besten Willen nicht entscheiden.
Also habe ich beschlossen, mich lieber zu Hause in aller Ruhe damit zu beschäftigen und meine Pigmente später zu bestellen. Manchmal braucht es eben ein bisschen Abstand, um bei all den schönen Farben wieder einen klaren Kopf zu bekommen. 

Ein bisschen Glitzer musste mit

Ganz ohne Einkauf ging es natürlich trotzdem nicht nach Hause! In meiner Tasche landeten einige Paillettengarne als Beilauffaden. Damit habe ich bisher noch nicht gestrickt, aber ich möchte es unbedingt einmal ausprobieren.
Ich stelle mir vor, wie die kleinen Pailletten einem schlichten Strickstück einen ganz feinen, besonderen Glanz verleihen. Nicht zu viel, sondern gerade so, dass es bei jeder Bewegung ein wenig funkelt. Eine konkrete Idee habe ich noch nicht, aber die kommt bestimmt!   



Ein Tag voller schöner Eindrücke

Das Wollfestival war für mich ein wunderbarer Ausflug in eine Welt voller Farben, Kreativität und handwerklicher Leidenschaft.
Ich habe so viele schöne Dinge gesehen, tolle Ideen gesammelt und wieder einmal festgestellt, wie vielseitig unser Hobby doch ist.
Und auch wenn ich längst nicht alles mitgenommen habe, was mir gefallen hat, bin ich mit etwas mindestens genauso Schönem nach Hause gefahren: einer ganzen Menge neuer Inspiration und großer Lust, selbst wieder kreativ zu werden.

Dienstag, 10. Februar 2026

Winterzauber in Warnemünde

Warnemünde
Ein frostiger Februartag an der Ostsee

Am letzten Wochenende zeigte sich Warnemünde von einer ganz besonderen Seite. Bitterkalt, winterlich still und wunderschön – der Strand lag unter einer weißen Schneedecke und selbst die Ostsee war zugefroren.

Bei einem ausgedehnten Spaziergang haben wir die winterliche Atmosphäre genossen. Wo sich sonst im Sommer die Badegäste tummeln, herrschte eine fast ungewohnte Ruhe. Der verschneite Strand, die eisige See und der vertraute Blick auf den Leuchtturm und den Teepott – ein Anblick, den man in Warnemünde nicht alle Tage erlebt.

Aufwärmen mit Meerblick

Nach so viel frischer, eisiger Seeluft tat ein gemütlicher Zwischenstopp im Teepott besonders gut. Bei einer heißen Tasse Kaffee konnten wir uns wunderbar aufwärmen und dabei den Blick über den verschneiten Strand und die gefrorene Ostsee schweifen lassen.
Draußen die klirrende Kälte, drinnen wohlige Wärme und dazu dieser herrliche Ausblick – schöner kann eine kleine Kaffeepause kaum sein.
Es war einer dieser Wintertage, die einem noch lange in Erinnerung bleiben. Ganz ohne Sonnenschein, dafür mit einer besonderen Stimmung und einem Hauch von Wintermärchen.

Warnemünde ist eben zu jeder Jahreszeit schön – manchmal sogar ganz besonders, wenn es bitterkalt ist.
 

 

Sonntag, 8. Februar 2026

Neue Winterfärbungen – ein bisschen Farbe für die graue Jahreszeit

handgefärbte UnikateDraußen wird es langsam kühler und die Tage werden kürzer – bei mir ist es dafür umso bunter geworden!

In den vergangenen Tagen habe ich wieder fleißig Wolle gefärbt und eine ganze Reihe neuer Winterfärbungen ist entstanden.

Ein Farbenspiel von warm bis kühl

Von leuchtendem Sonnengelb über warmes Orange und zartes Rosé bis hin zu kräftigem Pink, Türkis und den unterschiedlichsten Blautönen ist alles dabei. Manche Farben erinnern an einen wunderschönen Sonnenuntergang, andere an einen klaren, frostigen Wintermorgen.

Ich habe diesmal bewusst mehrere Stränge in ähnlichen Farbfamilien gefärbt. So entstehen kleine, harmonische Farbserien, bei denen die einzelnen Stränge wunderbar miteinander kombiniert werden können. Und trotzdem ist jeder Strang ein echtes Unikat! Denn ich färbe jeden einzelnen von Hand. Auch wenn sich die Farben ähneln, entstehen immer wieder andere Nuancen, Farbverläufe und kleine Besonderheiten. Genau das liebe ich am Handfärben.

Ein bisschen Wintersonne zum Fotografieren

Besonders gefreut habe ich mich über das schöne Wetter. Gerade in der dunkleren Jahreszeit ist es ja gar nicht so einfach, die Farben der Wolle auf Fotos richtig einzufangen. Oft fehlt einfach das natürliche Licht. Diesmal hatte ich Glück! Bei wunderbar hellem Tageslicht konnte ich die frisch gefärbten Stränge fotografieren und die vielen feinen Farbnuancen kommen richtig schön zur Geltung.

Gefärbt habe ich auf meinen beiden bewährten Garnqualitäten:

EXTRAFINE      75% Merino / 25% Polyamid, 100g / 400m
SHINE       55% Merino / 45% Polyamid, 100g / 420m

Alle neuen Winterfärbungen sind ab sofort in meinem Etsy-Shop erhältlich. Vielleicht ist ja auch eure neue Lieblingsfarbe dabei. Ich jedenfalls könnte mich bei dieser bunten Vielfalt kaum für einen einzigen Strang entscheiden.

Viel Freude beim Stöbern und Verlieben!