Einmal quer durch Deutschland
Von Rostock nach Innsbruck sind es immerhin rund 1.000 Kilometer. Eine ganz schöne Entfernung, wenn man bedenkt, dass ich für meinen Termin gerade einmal drei Tage unterwegs sein würde.
Trotzdem hatte ich mich für die Reise mit dem Zug entschieden. Mit nur einem Umstieg in München ist Innsbruck in etwa zehn bis elf Stunden erreichbar. Das klingt zunächst nach einer ziemlich langen Fahrt, aber mit ein bisschen Vorbereitung lässt sich die Zeit durchaus angenehm verbringen. Einen großen Kühlkorb mit ausreichend Verpflegung und Getränken hatte ich gepackt, dazu einige Zeitschriften und natürlich mein Strickzeug. So konnte ich unterwegs lesen, stricken oder einfach die vorbeiziehende Landschaft betrachten.
Für die Rückfahrt hatte ich mir sogar ein Ticket für die 1. Klasse gebucht. Und das zu einem wirklich erfreulichen Preis: Gerade einmal 73 Euro kostete mich die Fahrt pro Strecke! Auch die Lage meines Hotels war ideal. Nur etwa 200 Meter vom Bahnhof entfernt, sodass ich mit meinem Gepäck keine langen Wege zurücklegen musste.
Innsbruck – zwischen Altstadt und Bergpanorama
Obwohl der eigentliche Anlass meiner Reise ein Termin war, blieb glücklicherweise noch etwas Zeit, mir Innsbruck anzusehen. Das Wetter zeigte sich im Oktober recht wechselhaft. Mal war der Himmel grau und bedeckt, dann lockerten die Wolken wieder auf und gaben den Blick auf die beeindruckende Bergkulisse frei. Gerade dieser Anblick hat mich begeistert: Man schlendert durch die Straßen einer lebendigen Stadt, vorbei an historischen Fassaden, kleinen Geschäften und Cafés, und am Ende der Straße erheben sich plötzlich die gewaltigen Gipfel der Nordkette. Diese unmittelbare Nähe der Berge ist schon etwas Besonderes.
Natürlich durfte auch das berühmte Goldene Dachl nicht fehlen. Mit seinen vergoldeten Schindeln und der reich verzierten Fassade ist es ein wunderschöner Blickfang inmitten der Innsbrucker Altstadt.
Auch die Maria-Theresien-Straße mit ihren eleganten Häuserfassaden, der Annasäule und dem herrlichen Blick auf die Berge habe ich mir angesehen. Eine wirklich schöne Kulisse, die selbst bei etwas durchwachsenem Wetter ihren Reiz hat.
Kleine Geschäfte und besondere Entdeckungen
Ein bisschen Zeit zum Bummeln musste natürlich auch sein. Besonders gut gefallen hat mir 's Fachl, ein Geschäft mit einem ungewöhnlichen Konzept. Hier präsentieren zahlreiche kleine Anbieter ihre Produkte in einzelnen Regalfächern und auf liebevoll gestalteten Verkaufsflächen. Das Sortiment ist wunderbar abwechslungsreich. Von handgefertigten Taschen, Accessoires und kleinen Geschenkideen bis hin zu regionalen Spezialitäten und ausgefallenen Leckereien gibt es jede Menge zu entdecken. Die vielen unterschiedlichen Produkte, hübsch in Holzkisten und kleinen Regalen arrangiert, laden geradezu zum Stöbern ein. Solche Geschäfte mag ich besonders gern, weil man dort Dinge findet, die nicht überall angeboten werden.
Zwei wunderschöne Holzschalen durften schließlich mit nach Hause. Ihre warme Farbe und die schlichte, natürliche Form haben mir auf Anhieb gefallen.
Schokolade, Speck und ein paar Mitbringsel
Auch dem Geschäft mit den köstlichen Schokoladenspezialitäten von Zotter stattete ich einen Besuch ab. Die Auswahl ist riesig und teilweise ausgesprochen ungewöhnlich. Neben klassischen Schokoladensorten gibt es ausgefallene Kombinationen, hübsch gestaltete Verpackungen und allerlei süße Geschenkideen. Für meine Tochter habe ich eine Trinkschokolade mit Matcha ausgesucht. Eine etwas außergewöhnliche Geschmacksrichtung, die ich interessant fand.
Für meine Kollegen gab es dagegen etwas Herzhaftes: einen schönen, festen Tiroler Schinkenspeck aus der "Speckeria". Die haben übrigens auch einen richtig guten Onlineshop. Schließlich muss man aus Österreich nicht ausschließlich Süßigkeiten mitbringen!
Ein gemütlicher Abend im Hotel
Nach einem langen Tag mit Termin, Stadtbummel und kleiner Entdeckungen ließ sich den Abend ganz entspannt in der Hotelbar ausklingen bei gedämpftem Licht und einem Moskau Mule. Eine angenehme Atmosphäre, ein bisschen Ruhe und die Gelegenheit, die vielen Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren zu lassen. Genau der richtige Abschluss für einen abwechslungsreichen Tag in Innsbruck.
Wieder zurück in den Norden
Am nächsten Tag ging es dann wieder zurück nach Rostock. Noch einmal rund elf Stunden Zugfahrt, diesmal bequem in der 1. Klasse, mit ausreichend Proviant, Lesestoff und meinem Strickzeug.
Drei Tage, davon fast zwei vollständig für die An- und Abreise – das ist natürlich ein ziemlicher Aufwand. Aber ich habe die Gelegenheit genutzt, neben meinem Termin wenigstens ein kleines Stück Innsbruck kennenzulernen. Und ein paar schöne Erinnerungen und Mitbringsel hatten im Gepäck schließlich auch noch Platz.







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