Mittwoch, 31. August 2016

Pflanzenfärben... mit roten Blättern (1)

In den letzten Tagen habe ich naturbelassene, mulesingfreier Merinowolle aus Argentinien versponnen und zu einem Kinderjäckchen verstrickt. Zum besticken wollte ich gezielt auch Garn verwenden, das nur mit Pflanzenfarben gefärbt ist.

Wolle färben ist mir ja nicht neu und in vielen Blogs gibt es regelmäßig Posts mit vielen Infos und farbenfrohen Bildern dazu.

Was lag also näher, als das Thema einmal selbst anzugehen. Meine Versuche wollte ich mit Goldrute, Ackerschachtelhalm, Mahonienbeeren, Rosenblüten, Hibiskus- und Ritterspornblüten und Schilfblüten starten sowie roten Blättern, die ich noch nicht eindeutig einem Baum zuordnen konnte.

Mit letzteren fing ich an. In der Küchenmaschine verkleinert, aufgekocht und durch ein Sieb gegossen, hatte ich einen rötlich-braunen Sud und nach dem färben und ausspülen einen Probestrang in hellem, gelblichen beige. Naja. Nicht wirklich überwältigend. Wo war denn die schöne Farbe hin?




Kommentare:

  1. Grins, kommt mir grad sehr bekannt vor...ich hab es versucht gestern mit "Färbekamille, noch liegt die Rohwolle drin, aber... da willst du auch nicht wirklich wissen ;-) wie die aussieht, lach.
    Meine Rotbuchen-Blätterfärbung vom letzten Jahr war eindeutig schöner, wenn auch nur sehr zart.
    Viel Erfolg bei weiteren Naturfärbungen.
    Ein Grüßle sendet dir
    Flo

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    1. Hi hi... neulich habe ich in einem Blog gelesen: "... und meine Wolle hatte nun die Farbe von Morgenurin." Da habe ich vielleicht gelacht. Aber ich hatte auch schöne Ergebnisse und von denen zeige ich Euch nun jeden Tag eines. Liebe Grüße, Beatrice

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    2. Lach, ja, das hatte ich auf diesem Blog auch gelesen :-D. Ach ja, heut hab ich die Blätter der Lampignon-Blume "eingekocht, grins. Diesen Sud leg ich dann mal meinen "Miss-Färbekamille-Versuch.
      Grüßle ;-)

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  2. Habe gar nichts vom beizen gelesen ... grübel..., der Sud hatte jedenfalls schon mal die richtige Farbe zum Grünfärben. Nun weiß ich auch nicht, wie das Verhältnis Färbedroge - Wolle war, denn selbst wenn kein grün aus roten Blättern entsteht, müsste die Wolle wenigstens gelb sein.
    Du siehs, ist nicht so einfach, aber immer spannend.
    Lieben Inselgruß
    Sheepy, welche seit Jahren leidenschaftlich mit Pflanzen färbt

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    1. Mit verschiedenen Beizen sammle ich auch gerade Erfahrungen. Essig hat beispielsweise meine grüne Schilfblütenfärbung in einen zarten Mauveton verwandelt. Aber ich habe auch einiges eingekauft, probiere weiter und werde Euch davon berichten. Liebe Grüße, Beatrice

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    2. Die beste Erfahrung habe ich mit Kaltbeize gemacht. Gängig ist sonst noch Alaun, aber da wird die Wolle ja zweimal durch Wärme beansprucht. Bis auf wenige Ausnahmen muss die Wolle gebeizt werden, damit die Farbpigmente auch halten.
      Walnuss geht z. B. ohne da dort genug Gerbsäure enthalten ist.
      Lieben Inselgruß
      Sheepy

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