Dienstag, 30. Dezember 2014

Das Wollschaf fragt / Die verstrickte Dienstagsfrage ... im Dezember

Die verstrickte Dienstagsfrage 48/2014 – 02.12.2014

Ich habe einen Traum. Seit Jahren schon. Ich möchte mir einen Fair Isle-Pullover mit Steeks und allem drum und dran stricken. Das zweifädige Stricken ist dabei kein Problem, wohl aber ein Schnitt, die Anfertigung des Mustersatzes, die Steek-Technik und bestimmt auch andere Dinge, von denen ich noch gar nichts weiß. Meine Frage geht an erfahrene Fair Isle-Strickerinnen: was empfehlt ihr mir an Studierunterlagen? Gibt es Bücher in Deutsch? Ich suche außerdem ein PC-Programm in dem man Farbmuster erstellen bzw. bearbeiten kann. Gibt es so etwas überhaupt?

An dieser Stelle muss ich mich wieder als Anfänger outen; ich kann überhaupt nicht mit 2 oder mehreren Farben gleichzeitig stricken. Es hat mir nie jemand beigebracht und mich allein daran zu versuchen... da gibt es viele Dinge, die ich deutlich lieber einmal ausprobieren möchte. 

Die verstrickte Dienstagsfrage 49/2014 – 09.12.2014

Weihnachten steht vor der Tür - wünscht Du Dir etwas aus dem Handarbeitsbereich? Und wenn ja, was? Wissen die Menschen, die Dich beschenken wollen, was Dir gefallen würde oder musst Du einen Wunschzettel mit genauen Angaben schreiben?

Oh ja..., ich wünsche mir das hier:

den HERO von WOOLMAKERS


Informationen: Der Hero besteht aus geklebter laminierter Birke, überlagert mit weißen HPL auf beiden Seiten.

Belag-Größe: 83 x 10 cm (32,5 x 4")
Gewicht: 4,4 kg (9,7 lb)
Cardierbelag: 72 Zähne/Quadrat-Zoll
Zahnlänge: 13 mm (1/2")
Übersetzungsverhältnis: 3.8:1
Oberfläche Geschwindigkeitsverhältnis: 12:1
Reinigungs-Nadel, Reinigungs-Bürste und Befestigungs-Schrauben
sind enthalten
Und damit das auch klappt und ich dann nicht heulend unterm Tannenbaum sitze (wir erinnern uns an zu kleine Unterwäsche in der falschen Farbe, nie geschenkte rote Schuhe, Bikinis ohne Höschen, falsche Parfüms trotz des Hinweisen "Michael, bitte das Herve legere - OHNE Rose"...) und da gestern verdächtig schnell ein riesiges Paket an mir vorbeigeschleust wurde, stehen die Chancen in diesem Jahr recht gut.

Die verstrickte Dienstagsfrage 50/2014 – 16.12.2014

Stricken ist toll und macht riesig viel Spaß. Aber mal ganz ehrlich: Es gibt auch beim Stricken einiges, was wir nicht leiden können, oder? Was mögt Ihr überhaupt nicht, was nervt Euch, was findet Ihr ganz schrecklich?

Ooohhh, da gibt es so einiges...

Wenn im fertig gekauften Garn viele Knoten sind, wenn im gekauften handgesponnenen Garn zu dicke und zu dünne Stellen, zu viel oder zu wenig Drall ist, so dass ich Löcher und Verdickungen im Strickstück habe. Mich nerven Anleitungen, bei denen nicht an Strickanfänger gedacht wird, die nicht alle Fachbegriffe kennen und können. Schlimm sind auch nicht enden wollende Projekte oder Zeitdruck beim stricken, weil z.B. ein Geschenk fertig werden muss.

Nachtrag: Ich vernähe nicht gern Fäden, Ü B E R H A U P T   N I C H T  gerne, um genau zu sein.

Die verstrickte Dienstagsfrage 51/2014 – 23.12.2014

Heute möchte das neugierige Wollschaf gerne wissen, ob Ihr Hamster oder Puristen seid. Hast Du einen Wollvorrat oder kaufst Du nur projektbezogen? Schöpfst Du gerne aus dem vollen oder belasten Dich größere Vorräte eher?

Ich bin ein Hamster. Das kann ich nicht schönreden und meine Vorräte lassen sich (schon längst) nicht mehr verstecken. Aber wir haben einen neuen Vorratsschrank, ich habe außerdem den (Wollvorrats-)Schrank in meinem Zimmer umsortiert und... den allesliebsten Ehemann, der nie schimpft, wenn ich wieder etwas unbedingt und jetzt und viel davon brauche.

Die verstrickte Dienstagsfrage 52/2014 – 30.12.2014

Das Jahr nähert sich seinem Ende – Zeit für gute Neujahrsvorsätze. Oder auch nicht ;-)
Hattest Du in den vergangenen Jahren welche? Und hast Du sie eingehalten? Hast Du Strickvorsätze für das neue Jahr?

Im vergangenen Jahr habe ich nur einen Teil meiner Vorsätze realisiert / realisieren können, aber ich habe auch einiges erreicht bzw. habe ich einiges geschafft, das gar nicht geplant war..

Gerade einmal 6 Wochen zuvor hatte ich einen neuen Job bekommen und habe damit eine der größten Veränderungen der letzten Jahre erfahren. Menschen, die mich fordern, aber auch fördern, die mit mir arbeiten und mich nicht nur einfach für sich arbeiten lassen. Ich gehe endlich wieder gern auf Arbeit- egal, wie anstrengend der Tag wird; ich suche Lösungen für kniffelige Aufgaben, ich freue mich auf meine netten Kollegen und habe einen guten Chef. Über mein sonniges Büro freue ich mich und über den kurzen Arbeitsweg.

Mit meinem allerliebsten Ehemann habe ich am 28. Dezember unseren zweiten Hochzeitstag gefeiert und wir haben im letzten Jahr viel geschafft.

Unser Haus hat einen neuen Anstrich bekommen und der Saunaraum ist seit einigen Wochen fertig. Die Küchenterrasse ist abgerissen und viele Kubikmeter Erde sind bewegt- auch wenn der Garten nun eher einem Schlammfeld ähnelt.

Ich habe gelernt, Wolle zu kardieren, färben und zu spinnen; ich stricke auch wieder mehr.

Und ich habe im vergangenen Jahr mit diesem Blog begonnen- der mir viel Freude schenkt und durch den ich tolle Menschen kennenlerne. Ich lese und erfahre bei anderen Bloggern so viele interessante Dinge, Neues und Berührendes, Lustiges und Trauriges. Die ganze Bandbreite des Lebens eben.

 


Montag, 29. Dezember 2014

Wie schnell die Zeit vergeht...

haben wir heute gemerkt. 2. Hochzeitstag!


Schöne Erinnerungen an den 28.12.2012 in Dresden; bei eisigen 5°C- aber strahlend blauem Himmel und Sonnenschein.

Ich schaue mir diese Fotos immer wieder gerne an und die vielen Details... Mein wundervolles Brautkleid- das wir in Dresden gefunden haben, der tolle Strauß, den Michael ausgesucht hat, unsere kleine Hochzeitstorte- ganz allerliebst in türkisfarben und Kettenanhänger und Ringe, die Denise Brode für uns angefertigt hat.
Die Treppe voller Blüten kommt mir wieder in den Sinn- die fremde Kinder gestreut haben, denn zu Hochzeit waren wir nur zu zweit. Und natürlich das Cover-Bild unseres Hochzeitsalbums (in der Collage ganz rechts unten). Was sonst könnte mal wohl als Motiv wählen, wenn man schon LAMPE heißt?! Oh, es war so kalt, dass ich fast daran festgefroren bin...

 
 



Donnerstag, 25. Dezember 2014

eine Mütze für mich

Ich habe eine Mütze für mich gestrickt. Ja, tatsächlich mal an mich gedacht und nichts zum verschenken. Einfach glatt rechts mit einem Bündchen (für besseren Sitz), damit das Garn mit seiner tollen Farbe besser zur Geltung kommt.

Das Material wirkt zwar auf den ersten Blick wie handkardiert/-gesponnen, ist aber Principessa (Gründl) in Farbe 03. Mit einer Lauflänge von 50m/50g ist sie richtig dick. Was sich ganz schön anstrengend strickt, aber eben auch sehr schnell. In 2,5 Std. war die Mütze fertig. Rebecca hatte ganz richtig bemerkt, dass sie etwas locker sitzt, aber so verwandelt sie meine Frisur nicht in angeklebte Haare.

  
Ich bin nicht wahrlich ein Freund von 50% Polyacryl-Beimischung, doch ich Liebe diese Lila- und Türkistöne und den schönen Glanz.
 



 
 

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Endspurt... bei den Weihnachtsvorbereitungen

Gestern habe ich mich noch einmal richtig ins Zeug gelegt und das letzte Geschenk fertiggestrickt; ein Schal für meine Schwiegermutti. Ich hatte das Gefühl, es nimmt gar kein Ende mit diesem spinnenweb-dünnen Faden der Katia Kid-Mohair. Aber ich mag die fertigen Schals aus diesem federleichten kuscheligen Garn total und der Farbverlauf zwischen Rosenholz, blassem Rosa und Mauve wird ihr hoffentlich ebenso gut  gefallen wie mir.


21.12.2014

Die nächsten Mützen sind gestrickt; in moosgrün (wirkt wie ein mittleres grau) und petrol für meinen Schwiegervati; in den umgekehrten Farben für den allerliebsten Ehemann, in bordeaux für das liebe Kind und in pink- noch ohne bestimmten Beschenkten.


Material: Drops Karisma (hier: 70g + ggf. ein Rest in einer anderen Farbe)
   (
100% Schurwolle, 50g/100m, Nadelstärke: 4mm, Maschenprobe: 10x10cm = 21Mx28R)


* 104 Maschen anschlagen
   (4 Nadeln mit je 26 Maschen o. eine kleine Rundstricknadel mit kurzen Nadelspitzen)
* 1 Masche rechts / 1 Masche links im Wechsel; 15 Runden stricken

* für zwei kleine andersfarbige Ringel die 3 folgenden Runden im Farbwechsel stricken
   (z.B. petrol / moosgrün / petrol)

* die folgenden beiden Runden im Wechsel stricken:

* 1 Masche rechts / 1 Masche links im Wechsel
* 1 Masche wie zum rechts stricken abheben  1 Masche links stricken

* Diese beiden Runden so oft wie gewünscht wiederholen
   (bei den abgebildeten Mützen sind es 30 Wiederholungen-
   so sitzt die Mütze gut über den Ohren)

* in der letzten Runde jeweils 3 Maschen links zusammenstricken und abketten
* die Mütze auf links drehen, alle Fäden vernähen
* die Mütze am oberen Rand zusammenziehen;
   ich habe dafür durch jede 3. Masche gestochen


18.12.2014

So, und wieder ist ein Päckchen gepackt und es macht sich auf den Weg zur lieben
Anneli.
Ein kleines Dankeschön an sie (und die liebe Mel) für die große Freude die sie mir bereitet hat. Und für die Ruhe in dieser hektischen Zeit, die sie mir geschenkt und die ich damit verbracht habe, die schönen Zeitschriften anzusehen. Was mir dabei wieder alles in den Sinn kam und ich könnte sofort etwas neues anstricken...   


Sonntag, 21. Dezember 2014

Nicht ohne meine Badewanne! ... und meine Badebomben.

Als ich vor fast 4 Jahren noch Rostock umgezogen bin, brachte das viele Veränderungen mit sich. Unter anderem die Tatsache, dass ich zum ersten mal nicht in einem eigenen Haus wohnte- sondern in einer Wohnung OHNE BADEWANNE.

Was für andere ganz normal ist und nichts vermissen lässt, hat mir dort immerzu gefehlt. Ich war glücklich über jede Hotelübernachtung- mit Badewanne.
Inzwischen haben wir seit 2 Jahren ein eigenes Haus und was gibt es schöneres, als ein heißes Bad?

Vor ein paar Tagen war ich mit meinem Kollegen zum Tannenbaum-Schlagen. Aber nix mit: aussuchen, einpacken, Glühwein trinken und nach Hause fahren. Bei Wind und Regen sind wir durch hohes welkes Gras gestapft; der eine zu dünn, der andere zu kugelig, zu groß, zu klein... Dann die schweren Bäume zum Auto schleppen. Mit wetterfester Jacke und meinen dicken Lammfellstiefeln war ich losgestapft; so trotze ich normalerweise jedem Schnee und Kälte. Nun pfatschte das Wasser zwischen meinen Zehen und ich war nass bis zur Unterwäsche. Na, wenigstens waren unsere Bäume toll!

Zu Hause habe ich meine Sachen in den Flur geschmissen- und ab in die Wanne. Heiß, bis es kaum noch auszuhalten ist, Wanne voll bis zum Überlauf und dazu eine riesige Badebombe von Violux. Ich liebe die Seifen, die auch nach Wochen noch fantastisch duften und die Badebomben mit Traubenkernöl. Man fühlt sich wie eingecremt, aber nicht fettig. Dumm nur, wenn man nicht immer welche auf Vorrat hat.

In der letzten Ausgabe der Landlust war nun wieder mal ein Beitrag über Seifen, Badebomben, Badeöl & Co. und meine liebe Rebecca meinte es wäre doch längst mal an der Zeit zum ausprobieren, ob man das selber hinbekommt.

Ergebnis: man bekommt es hin!

Badebomben, die toll aussehen und duften (sogar nach dem Lieblingsparfüm), die fröhlich sprudeln, die Haut mit natürlichen Ölen pflegen, frei von Konservierungsstoffen und unnötigen Stoffen sind - und dazu noch selbstgemacht und preiswert!

 
mit Zitronenduft und Ritterspornblüten

 
mit Limettenduft und Zitronenmelisse
 
 
aber auch mit dem Duft von Jette Love, Bleu de Chanel und Armani Code.
  
Eine simple Mischung aus Natron, Magermilchpulver, Stärke, Zitronensäure, Kakaobutter und Traubenkernöl, etwas Mulsifan, Duftöl / Parfüm, Farbe und Blüten. Dazu halbierbare Acrylformen, ein kleiner Topf, Schüsseln und ein Esslöffel. Mehr braucht es nicht.
 
Zutaten:
 
200g Natron, 100g Zitronensäure-Pulver, 50g Magermilchpulver, 50g Stärke, 65g Kakaobutter und 15g Traubenkernöl, 2 Esslöffel Mulsifan, Duftöl / Parfüm, Lebensmittelfarbe / Pigmente und Blüten / Blätter
 
Bitte nur hautverträgliche Duftöle verwenden, kein Wasch-Soda und die Pflanzen ggf. zerkleinern.
 
Anleitung:

Kakaobutter im Wasserbad sanft schmelzen und etwas abkühlen lassen. Dann das Traubenkernöl, Mulsifan, den gewünschten Duft und die Farbe untermischen.

Natriumhydrogencarbonat, Zitronensäure und Stärke in eine Schüssel geben und gut miteinander vermischen. Eventuell Blüten oder Blätter untermischen und diese hierfür etwas zerkleinern. Die Mischung aus Kakaobutter und Öl in ganz kleinen Portionen zur Pulvermischung geben und schnell verkneten. Das geht am besten mit der Hand - bitte dafür Einweghandschuhe tragen! Die fertige Masse sollte die Konsistenz von feuchtem Sandkastensand haben, dann ist sie genau richtig.

Aus der Masse Kugeln formen. Dafür kann man teilbare Acrylkugeln-/ herzen o.ä. aus dem Bastelgeschäft verwenden. Die Kugelhälften mit der Masse füllen und diese leicht andrücken. Damit die Kugeln nicht auseinander fallen, wenn man sie aus der Form löst, gibt man auf jede Hälfte noch etwas von der Masse locker oben drauf.

Danach die beiden Hälften zusammendrücken,  die obere Hälfte der Form vorsichtig lösen, die Kugel umdrehen und die andere Hälfte lösen. Anschließend die Kugel auf einen mit Küchenkrepp ausgelegten Teller legen und ca. 3 bis 4 Tage an einem kühlen, trockenen Ort vollständig aushärten lassen. Nun können Sie die Kugeln in Klarsichtfolie verpackt werden.Bitte kein Wasser zugeben und zügig arbeiten. Es ist vorteilhaft, in mehreren Portionen zu arbeiten, da die Kakaobutter schnell fest wird und sich die Kugeln dann schlechter formen lassen. Das Traubenkernöl kann durch Wilrosen-, Mandel,- oder Aprikosenkernöl ersetzt werden. Diese Öle ziehen gut in die Haut ein, ohne einen Fettfilm zu hinterlassen.

Freitag, 19. Dezember 2014

Spinnerei im Dezember...

19.12.2014
 
Ich habe auch in diesem Monat einiges gesponnen, aber das trübe Wetter hindert mich immer am fotografieren. Mit den Farben ist das ohnehin nicht so einfach, aber ohne Tageslicht macht es eigentlich gar keinen Sinn.
Da war die schöne Merino "WEIHNACHTSSTERN" für meine Mutti, die schneller verpackt und verschickt war, als ich sie vor die Kamera kam.
Und eine Mischung aus 70% Shetlandwolle und 30% Tussahseide; einmal in graublau und zum anderen in pink; für Anneli und Mel.
Gestern Abend, der allerliebste Ehemann war beim Sport, habe ich mal nebenbei 180m Merino in naturweis versponnen. Nebenbei lief American Horror Storry- ach war das herrlich gruselig. Und nun habe ich wieder einen Strang, den ich einfärben kann.
Auf der Heizung liegt noch eine Mischung aus dreierlei Rosa-Tönen, die ich gut gemischt versponnen habe. Ich dachte dabei, das könnte eine Mütze werden und ich habe für das Bündchen ein paar Meter von jeder der 3 Farben einzeln versponnen und verzwirnt.
 
13.12.2014
 
 
"PFAFFENHÜTCHEN" aus 100% Merino. Heute fertig geworden und frisch vom Spinnrad gehüpft. Ich nenne sie so, weil mich diese Mischung aus pink und orange immer an die gleichnamigen Pflanzen im Garten erinnern...
 
 
Und aus dieser will mal eine schöne Mütze werden. Ich habe diese Merino-Wolle auf meinem BLISS gesponnen und zweifädig verzwirnt und bin ganz glücklich, wie schön gleichmäßig die Farbwechsel gelungen sind. Ein richtiger "REGENBOGEN"!
 
 
"WELLENSCHLAG" ist eine reine Merinowolle- so weich und sanft in den Blautönen des Meeres, wenn sie an die Küste von Lanzarote plätschern. Ich habe beim spinnen immerzu an unseren letzten Urlaub gedacht. Wie schön, sich davon ein Stückchen in die kalte Jahreszeit zu holen...
 
 
"PASSIONSBLUME" nenne ich diese Wolle, die ich heute gesponnen habe und die nach einem Entspannungsbad ganz fluffig weich und duftend neben mir liegt. Und fast höre ich sie rufen: "Verstrick mich, Beatrice! Mach eine schöne Mütze und einen Loop aus mir!" Ihre Farben sind Blautöne, violett und ein helles gelbgrün- eben die der Passionsblumen, die ich auf Hawaii gesehen habe.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Gewinnspiel

Wer hätte gedacht, dass in so kurzer Zeit so viele meinen Blog lesen?
Blogger, aber auch einfach interessierte Leser.


Um Euch auch ein bisschen was davon zurückzugeben, habe ich mir folgendes gedacht:

Heute hat mein Blog 6 offizielle Follower
und jeder von Euch erhält
ein versponnenes wolliges Weihnachtspräsent.
Ein Losgewinn ohne Verlosung sozusagen.

Und damit keiner traurig ist und sagen muss: ist ja schön- aber so gar nicht meine Farbe, bitte ich Euch, in einem Kommentar einfach 2 Lieblingsfarben zu benennen, damit ich das passende für Euch aussuchen kann.
Schreibt mir noch in einer Mail Eure Adresse und drückt die Daumen, dass die Post noch vor Weihnachten zustellt. Aber das sollte schon klappen.
Ihr könnt mir auch gerne ein Foto mailen, wenn die Wolle z.B. ganz genau zu etwas passen soll, damit ihr vielleicht Stulpen passend zu Euren Schuhen stricken könnt.

Herzlichst, Eure Beatrice.

Sonntag, 7. Dezember 2014

Der alljährliche Weihnachts-Geschenke-Wahnsinn

Nun sind es nicht einmal mehr 3 Wochen bis Weihnachten und es liegen noch längst nicht alle Geschenke parat. Wäre mir früher nie passiert- da konnte ich schon im November ganz entspannt dem Geschenkewahnsinn entgegensehen.

Aber jetzt geht es mir wohl wie so vielen anderen: WAS soll ich nur schenken? Alle haben alles schon oder können es sich selbst kaufen; und dann erst die Männer, die zu beschenken sind. Krawatten und Socken?

Natürlich verschenke ich am liebsten individuelle Sachen. Etwas, das man nicht in jedem Laden bekommt, oder es gibt einen Wunsch, den man erfüllen kann. Mein liebes Kind hat z.B. ein Lieblingsparfüm, dass sie sich (glücklicherweise) nie selbst kaufen würde oder ich durfte ihr gestern sogar einmal eine ganz bestimmte Mütze in Lieblingsfarbe stricken. Ist doch mal was.

Wenn ich hier in den anderen Blogs lese, dann sind viele der Frauen so wie ich. Die nähen, spinnen, stricken... verschenken Dinge, die dem Beschenkten gefallen. In seiner/ihren Lieblingsfarbe- nicht in der eigenen, beispielsweise. Es tut mir so gut zu lesen und zu sehen, wie man sich in etwas hineindenkt und ich sehe die vielen liebevollen, kleinen Details auf den Fotos.
Aber meine Realität ist leider oft so ganz anders. Mein Mann (und auch sonst niemand) hat mir jemals Pralinen vom Pralinenbote geschenkt, obwohl er (und jeder in der Familie und im Bekanntenkreis) weiß, dass ich die am allerliebsten mag.


Ich bekomme einen kleinen Weihnachtsmann- weil er selbst Hohlkörper so gerne isst. Und eine Gartenschere aus Schokolade. Ich weiß: sie wird im Schrank liegen, grau anlaufen und nach einem Jahr... Ich weiß ja, was "Pralinenschokolade" bedeutet. Diese Masse, die wie Eiskonfekt schmeckt und an die man nach dem dritten Stückchen nicht mehr ran kann.

Das macht mich manchmal so traurig, dass ich die Lust verliere, mir für andere so viel Mühe zu geben. Wozu den auch, wenn man selbst anderen keine Mühe wert ist.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Es wird kalt...

Nun wird es wohl doch langsam Winter- ich muss mich wohl oder übel damit abfinden, auch wenn ich diese Zeit des Jahres am liebsten überspringen würde. Ich bin kein Freund von Eis und Schnee, Kälte und Skifahren, von Glühwein und Weihnachtsmarkt.

Mich trösten lediglich meine heimatlich-vogtländische Weihnachtsdeko, die ebensolche Bäckerei und eine dicke Daunendecke mit Biberbettwäsche darüber hinweg.

Letzte Woche habe ich (schon wieder mal) die Eichenblätter aus dem Beet gesammelt; ich werde diesen Baum irgendwann um die Ecke (und in den Kamin) bringen und niemand wird ihn vermissen. Wie einen ungeliebten Ehemann.

Ich habe vor ein paar Tagen noch ein letztes Mal mit klammen Fingern Unkraut gezupft, meine Pflanzkübel neu bestückt und mich über die schöne Winter-Deko gefreut.


Montag, 1. Dezember 2014

Advent, Advent... ein Lichtlein brennt

30.11.2014

Heute ist erster Advent und ich habe zum Kaffee eingeladen. Stollen, Pfefferkuchen und Plätzchen gebacken und eine wundervolle Kaffeetafel vorbereitet, das Haus dekoriert und meine Pflanzkübel vor dem Haus neu bestückt. War das eine Arbeit!


Ja, und ich bin detailverliebt und perfektionistisch veranlagt. Ich liebe Farbkonzepte und hochwertige Deko, ich genieße dieses Zusammenspiel von farblich passenden Kerzen und Blumen und decke so gern mein schönes Villeroy & Boch - Geschirr auf. Es gibt für mich nichts Schöneres, als beim auspacken meiner Dekokisten in jedem Jahr wieder zu sagen: ach ja, das habe ich ja auch noch... und meine Lichterhäuschen... und die gläsernen Eiszapfen... oh mein Nussknacker... Und in Erinnerungen zu schwelgen, wie ich alles zusammengetragen habe. Die Schneemänner, der Lichterbogen.

Bin aber auch ganz schön kaputt. Die Erkältung der letzten Woche hatte mich etwas aus der Bahn geworfen; nur gut, dass ich mit dem Backen noch vorher fertig war. Rebecca war mir eine tüchtige Hilfe.

Samstag, 29. November 2014

Anleitungen

Patentmuster in Runden stricken
(gerade Anzahl Maschen anschlagen, zwischen den ** wiederholen)

1. Runde

*1 Masche re. abheben, dabei den Faden hinter die abgehobene Masche legen, 1 Masche li.*

2. Runde

*1 Masche re., 1 Masche li.*


Patentmuster mit tiefer gestochenen Maschen
(ungerade Anzahl Maschen anschlagen, zwischen den ** wiederholen)


1. Reihe (Rückreihe)

*1 Masche re., 1 Masche li.*
enden mit 1 Masche re.

2. Reihe (Hinreihe)
 

*1 Masche tiefgestochen re., 1 Masche li.*
enden mit 1 Masche tiefgestochen re.

Alle rechten Maschen eine Reihe tiefer einstechen, linke Maschen normal links stricken.
D.h. bei rechten Maschen nicht in die Fadenschlinge auf der Nadel stecken, sondern in die darunterliegende Masche und den Faden wie zum "normalen" rechtstricken holen. Nun die Masche von der linken Nadel gleiten lassen und die nächste Masche links stricken. Randmaschen rechts stricken.


Missoni-Muster mit Lochmuster
(Maschenzahl teilbar durch 11 + 2 Randmaschen, zwischen den **wiederholen)

1. Reihe (Hinreihe)

1 Randmasche, *2 Maschen re. zusammenstricken, 3 Maschen re., 1 Umschlag, 1 Masche re., 1 Umschlag, 3 Maschen re., 2 Maschen rechts überzogen zusammenstricken (d.h. 1 Masche abheben, 1 Masche re. stricken, die abgehobene Masche über die rechts gestrickte Masche ziehen)*, 1 Randmasche

2. Reihe (Rückreihe)

alle Maschen außer den Randmaschen links stricken

Missoni-Muster ohne Lochmuster
(Maschenzahl teilbar durch 11 + 2 Randmaschen, zwischen den ** wiederholen)

1. Reihe (Hinreihe)
 
1 Randmasche, *2 Maschen re. zusammenstricken, 2 Maschen re., aus den beiden nächsten Maschen jeweils 1 Masche re. und 1 Masche re. verschränkt herausstricken, 3 Maschen re., 2 Maschen rechts überzogen zusammensricken (d.h. 1 Masche abheben, 1 Masche re. stricken, die abgehobene Masche über die rechts gestrickte Masche ziehen)*, 1 Randmasche
 
2. Reihe (Rückreihe)
 
alle Maschen außer den Randmaschen links stricken
 


Mittwoch, 26. November 2014

Das Wollschaf fragt / Die verstrickte Dienstagsfrage ... im November

Die verstrickte Dienstagsfrage 44/2014 – 04.11.2014

Die dunkle Jahreszeit hat begonnen - wie beleuchtest Du Deinen Strickplatz?

Mein abendlicher Platz auf der Couch wird nicht ausschließlich zum stricken genutzt, sondern wechselweise tausche ich die Nadeln gegen das Spinnrad. Es fällt mir nämlich ausgesprochen schwer, meine Hände still zu halten und deshalb passiert das eigentlich so gut wie nie.
Da ich zum spinnen das Licht an einer anderen Stelle brauche, als zum stricken, leistet mir eine schlichte stabförmige Leuchte beste Dienste, die ich nach hinten oder zur Seite schwenken kann und zudem dimmen.
Jetzt im Herbst und Winter kommen noch der diffuse Schein unseres Kamins und vieler Kerzen dazu, die natürlich weniger für Helligkeit, als für eine wohlige Stimmung sorgen.

Die verstrickte Dienstagsfrage 45/2014 – 11.11.2014

Mit welcher Wolle habt ihr Stricken gelernt oder wiederentdeckt? Welche Wolle verstrickt ihr am liebsten? Hat es sich verändert, mit welcher Wolle ihr gerne strickt oder gibt es Garne, die ihr früher in rauen Mengen verarbeitet habt und nun könnt ihr nix mehr damit anfangen? Gibt es Wolle, die euch nicht ins Haus kommt?

Angefangen hat alles (vor gefühlten 100 Jahren) in der Schulzeit und ganz bewusst kann ich mich an einen altrosafarbenen Pullover mit V-Ausschnitt, Zopf- und Lochmuster erinnern. Er war bestimmt aus Acryl- was hat mich auch damals das Material interessiert...

Dann war viele Jahre lang kein Nadelklappern zu hören, bis ich vor ca. 1 Jahr die Lana Grossa Silkhair entdeckte. Die ersten Schals nach langer Zeit alle aus dieser Wolle und nach dem gleichen einfachen Lochmuster.

Dann kam die Phase der Noro-Wolle. Ich fand sie sooo toll- diese leuchtenden Farben in wildem Mix und die griffige, einfach etwas andere Struktur der Garne. Ließen sich oft nicht so schnell und gut verstricken, aber das interessiert nicht; sie waren interessant, bis ich Ito entdeckte.

Wieder etwas ganz anderes. Papiergarn. Bourettseide. Umzwirnter Edelstahl. Am liebsten hätte ich jeden Tag etwas neues angestrickt- ich war mal wieder total verliebt.

Und dann, ich glaube es war im Juni diesen Jahres, entdeckte ich auf ebay die erste handgesponnene Wolle. Was für eine neue, farbenfrohe, kuschelweiche Welt! Nicht ganz so glücklich war ich darüber, dass die auf den Fotos abgebildete Wolle meistens viel gleichmäßiger aussah als die, die ich dann verstrickte. Wenn das so gewollt ist- okay, aber ich persönlich bin kein Fan von Wolle mit einzelnen super-dicken und - dünnen Stellen mit zu viel oder zu wenig Drall.

Tja, und von da an war ich infiziert und spinne nun, nach 4 Monaten schon ganz passabel meine eigene Wolle, die ich oft auch selbst färbe und hoffentlich finde ich bald die Zeit, sie viel öfter selbst zu verstricken.

Ich bin nur so gar nicht der Fan von reinen Kunstfasern, Pompon- und Fransengarnen, Glitzerfäden und ArtYarns. Was ich noch immer kaufe, sind Filzwolle, Baumwoll- und Papiergarne, luftiges Kidmohair und Bourettseide mit hoher Lauflänge.

Die verstrickte Dienstagsfrage 46/2014 – 18.11.2014

KALs/CAls (knit-along/crochet-along) erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Insbesondere für Designer sind solche Aktionen ein probates Mittel, um sich und ihre Anleitungen publik zu machen. Hast Du schon mal an einem oder auch mehreren KALs oder CALs teilgenommen? Wenn ja, welche Gründe haben Dich dazu bewogen? Wer hat den KAL/CAL initiiert? Worin siehst Du für Dich persönlich den Nutzen, ein Modell Gleichzeitig mit anderen Menschen zu stricken/häkeln? Hast Du eventuell auch schon einmal negative Erfahrungen bei einem KAL/CAL gemacht? Falls Du noch an keinem KAL/CAL teilgemommen hast: Warum nicht?

Nöö... das ist so gar nicht mein Ding. Ich bin kein Herdentier, ich mache nicht, was andere machen und schon gar nicht Handarbeiten, bei denen andere das zur gleichen Zeit viel schneller und viel schöner machen. Und dann vielleicht noch Sachen, bei denen ich vorher nicht weiß, was dabei herauskommen soll? Viel zu schade um meine Zeit und das Material.

Die verstrickte Dienstagsfrage 47/2014 – 25.11.2014

Liebes Wollschaf, ich habe da mal eine Frage: Ich habe letztens einem heißgeliebtem Pullover ein neues Bündchen anstricken müssen. Dabei habe ich festgestellt, dass ich heute ganz anders stricke als zu der Zeit, als ich den betreffenden Pullover nadelte, nämlich deutlich fester. Kennt Ihr das auch?

Ich stricke lieber etwas zu fest, als zu locker und wähle auch lieber etwas dünnere Nadeln. Seit ich Bambusnadeln für mich entdeckt habe. Die sind etwas biegsam und das festere stricken damit strengt meine Hände deutlich weniger an.  






Sonntag, 23. November 2014

Pfefferkuchen... die vogtländischen

die Besten sollen ja die Nürnberger sein. Kann nur jemand sagen, der meine Pfefferkuchen noch nicht probiert hat. Angeben hin oder her- sie sind einfach köstlich- und total anders, als alle gekauften.
Kein Einheitsbrei ohne Stückchen und dergleichen, sondern stückig und saftig, klein und lecker mit vielen guten Zutaten. Am besten den Teig am Abend zuvor vorbereiten, ggf. Nur die Hälfte der Zutaten verwenden, da die angegebene Menge für ca .150 kleine Pfefferkuchen reicht)

Hier das Rezept:

300g Rosinen (über Nacht in Rum einweichen)

375g Sanella, 500g Zuckerrüben-Sirup & 250g Invertzucken (bitte keinen Bienenhonig verwenden) in einem Topf erwärmen und auflösen

5 saure Äpfel grob raspeln

1.000 g Mehl, 500 g Zucker, 250g Zitronat, 300g gehackte Mandeln, 500g Kokosraspel, 10g Hirschhornsalz, 1 Pck. Backpulver, 2 Teel. gemahlene Nelken, 2 Teel. Zimt, 3 Eßl. Kakao, 1/2 Pck. Lebkuchengewürz, 3 Eier, Saft und Schale einer Zitrone

Alle Zutaten gut mischen, am nächsten Tag auf kleinen runden Oblaten Lebkuchen formen und bei 185°C ca. 17 - 18 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Der Teig klebt sehr... ist aber richtig so. Die fertigen Pfefferkuchen dürfen nicht zu dunkel sein.
Ich mache immer einen Teil pur, einen Teil mit dunkler Kuvertüre und einen Teil mit Zitronenguss und bewahre sie in einer gut verschließbaren Dore auf. Für 2 - 3 Tage einen halben Apfel dazu legen- dann werden sie schön weich.

In der Weihnachtsbäckerei

...gibt's so manche Leckerei. Bei und gibt es in diesem Jahr Stollen, und wenn ich sage: selbstgebacken, dann meine ich nicht: Zutaten kaufen, zum Bäcker bringen und fertigen Stollen abholen. Das kann ja jeder.

Besorgt bis erfreut das Hefesteckel beobachten, die Rosinen im guten "Stroh" ertränken, Mandeln naschen, bis zur Erschöpfung Teig kneten, wohlwollend die richtige Farbe und den leckeren Duft kommentieren und zum Schluss voller Entsetzen rufen "Michael, zerbrich mir ja den Stollen nicht! Selberbacken eben.


Eine liebgewordene Tradition (ein Dankeschön an Rebeccas Oma Eveline!) ist der Zuckerkuchen aus Stollenteig.

Ich bin ja ein Oma-Kind und durfte oft den Kindergarten schwänzen, wenn meine Oma gebacken hat. Schon damals, vor 40 Jahren, hatte ich kleine Backbleche und formte mit Begeisterung Minikuchen und Semmeln. Meine Oma  brauchte keine Rezepte- sie hatte alles im Kopf. Und ich denke, ich habe von ihr die Angewohnheit, von den "guten Zutaten" eher etwas mehr als zu wenig zu nehmen.

Deshalb gab es in diesem Jahr 5  Stück 3-Pfund-Stollen und eine Portion Teig für den heißgeliebten Zuckerkuchen. Meine Schwiegermutti Hannelore (DIE begnadete Tortenbäckerin) meinte, das sei ja der Lieblingskuchen meines allerliebsten Ehemannes überhaupt. Neue Erkenntnis nach immerhin fast 5 Jahren, die wir uns kennen.

Ein Foto konnte ich leider nur noch vom letzten Stückchen machen- er war binnnen Minuten aufgegessen.

Ist aber einfach zu machen: Teig in eine gefettete Form drücken (wer lieber Backpapier verwendet: Papier nass machen- dann lässt es sich in jeder Form verwenden), Butterflöckchen darauf verteilen, mit Zimt & Zucker bestreuen und backen. Fertig.

Herzblut

Ilona ist meine Freundin. Meine Vertraute. Mein Fels in der Brandung. Wenn ich 3 Dinge mit auf eine Insel nehmen dürfte, müsste wohl Ilona auch mit herhalten... Ilona hat wundervoll rotes, blutrotes Haar und das hat mich diese Woche zu einer wundervollen Wolle inspiriert, die ich Ihr zum Nikolaus schicken werde.

"HERZBLUT" ist aus einem tiefroten Wensleydale- und einem rotmelierten Merino-Faden verzwirnt. Ich war sofort verliebt in die Wensleydale-Wolle; so schwer und glatt und tiefrot. Die Merinowolle bringt dagegen etwas lebendiges mit, ist fluffig und weich und schön glatt. Von dieser Merinowolle habe ich noch einen zweiten Strang mit sich selbst zweifach verzwirnt. Auch nicht schlecht...

Leider mag meine Kamera kein ROT und zwar so wirklich gar nicht und da kann ich probieren wie ich will (und lieb und böse reden) und verstellen und probieren wie ich will- es ist zum heulen mit der Fotografiererei... Dabei habe ich schnell die Deko weggeräumt, weil so schön die Sonne hereinschien und Muster von Gardine und Jalousien an die Wand warf. Es hätte ein so schönes Foto werden können- wenn meine Kamera rot ebenso lieben würde wie ich.

Rechts die mit Wensleydale verzwirnte; auf den ersten Blick sieht man gar nicht den Unterschied, sie ist aber deutlich haariger als die reine Merinowolle.

Freitag, 21. November 2014

Nautilus ... und die verstrickte Wärmflasche

20.11.2014

Mein liebes Kind hat seinen ersten Kammzug gefärbt; feine Merino in orange, blau und weiß. Und ich habe ihr (in einer gestrigen Nachtschicht) eine Wolle ganz nach Wunsch daraus gesponnen. Ihre "Nautilus" - 100g / 180m - sollen sich in eine kuscheligen Überzug für eine Wärmflasche verwandeln.

Na, wenn der nur mal schon fertig wäre...

 
22.11.2014
 
Das ging ja schneller, als ich dachte und war an einem Abend gestrickt. Mal sehen, ob das Kind sich freut.
 


Projekte im November

21.11.2014
 
Eine kleine Übersicht über meine Wolle, die ich in den letzten 4 Wochen gesponnen habe.
 
 
18.11.2014
 
Ich kann gar nicht alle Fotos meiner fertigen Wolle zeigen- es waren soo viele schöne Stränge in den letzten Wochen. Sicher ein ganzer Wäschekorb voll in 2 Monaten.
Da muss ich einmal versuchen, alles zusammen auf ein Foto zu bekommen.
 
 
Hier meine "Blutorange", die mir sehr gut gefällt. Fluffig-weiche Merino, handgefärbt.

 
"Perlenglanz" ist eine Mischung aus 60% Shetlandwolle / 20% Tussahseide / 20% Tencel.
 
 
"Silberglanz" ist eine Mischung aus 70% Shetlandwolle / 30% Tussahseide.

 
"Merino loves Green" ist eine Mischung aus 50% unifarbener grauer und 50% meliert hellgrüner, handgefärbter Merinowolle. So herrlich fluffig, weich und elasttisch- eben einfach zum verlieben.
 
 
"HORTENSIE", 100% Merino, handgefärbt / handgesponnen, 60g / 85m

 
"TERRACOTTA", 70% Shetlandwolle / 30% Tussahseide, handgefärbt / handgesponnen, 50g / 82m

 
"IMMERGRÜN", 100% Bluefaced Leicester (BFL), handgefärbt / handgesponnen, 65g / 105m

 
"PFAFFENHÜTCHEN", 100% Merino, handgesponnen, 100g / 140m

14.11.2014

Letzte Woche habe ich endlich wieder gefärbt; inzwischen gelingt das ja ohne Unfälle mit verfilzten Kammzügen. Zurzeit natürlich eher in herbstlichen Farben und wie immer in vielen Nuancen von lila und violett, aber auch grau und Grüntöne.


Meine momentanen Lieblinge (gefärbte Kammzüge und gesponnenes Garn) haben einen schönen Platz im neu eingerichteten Schrank gefunden und ich freue mich immer wieder, sie anzuschauen.

01.11.2014

Stricken, bis die Nadeln glühen.

Diese Woche habe ich fast ausschließlich gestrickt und gefilzt, da ich so viele Anfragen wegen der kleinen Baby-Filzschuhe mit Strickbündchen habe. Mit der neu entdeckten Drops Eskimo macht das besonders viel Spaß, da ich die tollen Farben liebe und diese Wolle bei 60°C fantastisch filzt. Einige habe ich auch mehrfarbig gestrickt, obwohl ich zugegeben nicht so der Freund vom Fäden-vernähen bin.


Mein allerliebster Ehemann schüttelt nur den Kopf, wenn er die schier unendliche Reihe kleinster Schuhchen sieht, hält aber geduldig den Faden, wenn ich Kordeln drehe. Bei den zuletzt gestrickten Paaren schlage ich das Strickbündchen nach außen um und fädle eine Kordel durch, die ich zur Schleife binde. Ich finde, das sieht ganz hübsch aus, ist praktisch und ich muss die Bündchen nicht festnähen.

Wenn ich die Schuhchen zweifach filze, werden sie noch kleiner, fester und die Optik gefällt mir noch besser, aber es ist absolut schwierig, die Maschen für das Strickbündchen aufzunehmen. Der Filz lässt sich kaum mit der Häkelnadel durchstechen und ich hatte stets größte Sorge, dass mir die Nadel abbricht. Inzwischen nutze ich eine kleine Ahle mit Holzgriff (vor einigen Wochen für einen ganz anderen Einsatz gekauft), um die Löcher vorzubohren. Das klappt einfach prima und dieser kleine Helfer leistet wunderbare Dienste.


Sonntag, 9. November 2014

Fäustlinge stricken...

Schon im Sommer hatte ich diese Handschuhe gestrickt; es fehlten eigentlich nur noch ein paar Stiche, um die obere Kante zu schließen. Trotzdem lagen sie seit dem Sommer in der Kiste als wollten sie sagen: Warte nur, Beatrice, wenn es erst einmal richtig kalt ist, wirst Du Dich schon noch an uns erinnern...


Die Wolle war meine allererste handgesponnene, die ich jemals gekauft habe. Und sie ist schuld daran, dass ich mit dem spinnen angefangen habe. Meine eigene ist inzwischen fast noch schöner. Zumindest achte ich mehr darauf, dass ich nicht so viele dick-dünn-Stellen habe und die Wolle an allen Stellen gleichmäßig Drall hat.

Mittwoch, 5. November 2014

Nur nicht die Übersicht verlieren

Bereits mit dem Einzug in unser Haus vor 2 Jahren bekam ich mein eigenes kleines Zimmer in der oberen Etage; so ganz nach meinen Wünschen und Vorstellungen tapeziert und eingerichtet, bzw. so weit es der Platz zuließ.

Zweifelsohne wäre es mir ein Leichtes, auch einen 3fach großen Raum zu füllen, da es mir ja nicht an Hobbys und Interessen mangelt und meine Nähmaschinen (1 Textima Industrienähmaschine, 1 Textima Overlook, 1 Janome Nähmaschine mit Computersteuerung), mein Spinnrad sowie nicht unerhebliche Bestände an Stoffen, Nähzutaten, Kammzügen und versponnener Wolle, Strick- und Häkelnadeln, Fachzeitschriften schon längst einen festen Platz einfordern.

Heute habe ich nun begonnen, meine Schränke umzuräumen und während ich mich schon fast fertig glaubte, kamen mir doch noch einige Gedanken in den Sinn, die mich dazu brachten, innezuhalten und einiges nochmals zu verändern.

Dafür habe ich nun aber einen großen Teil meines Materials, der mit nähen, stricken und häkeln zu tun hat, in einem einzigen Schrank untergebracht. alles fein säuberlich sortiert und in gleichen Schachteln verstaut und beschriftet- das ist ja genau mein Ding.


Endlich meine schönen Ito-Garne an einem Platz, wohlgefüllte Kisten mit bunter Filzwolle, federleichter Silkhair, pastelliger CottonLight und natürlich meiner handgefärbten und -gesponnenen Wolle. Sogar meine schönen (unvollendeten) Schals und sonstigen angefangenen Strickstücke habe ich so gut im Blick.

Die Wolle aus dem Kochtopf

Wenn ich mich an meine ersten Versuche erinnere, Wolle zu färben, dann kann ich inzwischen darüber schmunzeln. Damals, vor einigen Wochen, War ich allerdings sehr missmutig. Ich hatte mir das so schön gedacht und einfach vorgestellt...

kann ja nicht so schwer sein... andere können das ja auch...

Ich konnte es jedenfalls erst einmal nicht; ich holte einen kreischend pinkfarbenen Filzstrang aus meinem Kochtopf- ohne jede Chance, den noch retten zu können.


Also habe ich gegoogelt, gefragt und probiert; ich habe Wolle mit superwash-Ausrüstung bestellt und siehe da: erste kleine Erfolge. Nach und nach erreichte ich sogar gezielt die Farben, die ich haben wollte; zu dunkel und zu grell wurden meine Kammzüge immer seltener.


Mutig und experimentierfreudig geworden köchelte ich nun sogar Falkland- und Shetlandwolle, BFL und Englische Wolle auch ohne sw und siehe da: trotzdem nicht verfilzt. Ein paar Überraschungen gibt es immer noch regelmäßig, doch die sind inzwischen meistens positiv.

Von den Ergebnissen die viele Andere erzielen, bin ich noch weit entfernt. Makellose Kammzüge mit sanften Farbübergängen und perfekt aufeinander abgestimmten Farben... es dauert wohl noch eine Weile, bis ich so weit bin.
Doch wenn ich mir die Ergebnisse der letzten Färbungen anschaue, bin ich zufrieden und auch ein bisschen stolz. Es sind genau die Farben geworden, die ich haben wollte, die Kammzüge sind schön glatt und ließen sich zu gleichmäßigen Zöpfen flechten und zweifelsohne werde ich ganz wundervolle Wolle daraus spinnen können.


Ein besonders interessantes Thema ist ja für mich auch das Färben mit natürlichen bzw. Pflanzenfarben. Begeisterungsfähig wie ich ja nun einmal bin, habe ich schon einmal vorsorglich zusammengetragen und so warten Stockrosenblüten, Blauholz, Rotholz, Galläpfel, Ritterspornblüten u.a. schon darauf, meine handgesponnene Wolle einzufärben. Da ich jedoch stets im Hinterkopf habe, wie viele Stunden am Spinnrad in meiner Wolle stecken, werde ich wohl erst noch einige Bücher wälzen und mich belesen, ehe es ans Werk geht.