Donnerstag, 31. März 2016

Mein Bouclé-Poncho... die Wolle und ein schwieriger Start

(siehe auch mein vorheriger Post ("... ein Plan und der Stoff")
 
Ich hatte mich für eine Mischung mit 60% Merino, 16mic. / 20% Seide / 20% PA entschieden und die ist einfach nur fantastisch. Genau das Richtige für ein Strickstück, das man direkt auf der Haut trägt. Bei den Farben hatte ich Flamingo Pink, Valentins Blush, Bright Yellow, Pumpkin Orange und Deep Magenta (DHARMA) ausgesucht.  


Das Garn war schnell fertig; Samstag nahm ich es mit, als wir zu den Schwiegereltern fuhren und gerade vor dem Zubettgehen war ich mit meinem Rollkragen fertig; mit dicken Rippen und seitlich halb geöffnet- und sooo herrlich weich! 


Wieder zu Hause nahm ich meinen Stoff zur Hand und den Rollkragen und meine Mundwinkel schoben sich enttäuscht nach unten: das Garn hatte nicht die perfekte Farbe; es war einen Tick zu gelbstichig. Mag ein anderer sagen 'das geht doch...' - nein, es geht eben nicht.
Alles Jammern half nichts; also ran an die Kardiermaschine und eine neue Mischung kardieren, da färben zu lange dauern würde. Mehr weiß, mehr dunkleres orange, mehr rosa - und weniger gelb. Verspinnen, zwirnen, haspeln, baden, trocknen... die ganze Prozedur noch einmal.

Während der neue Strang auf der Heizung lag, ribbelte ich den Rollkragen auf und strickte ihn fast identisch- nur eben in Runden- wieder neu. Zwar hatte die Farbe nicht gepasst, aber für einen Cowl war das Garn perfekt. Der allerliebste Ehemann saß kopfschüttelnd daneben. "Bekommst Du denn jetzt bessere Laune?" fragte er mitfühlend. Als wir schlafen gingen, war ich wieder lieb. Mein Cowl war fertig.




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